Die Selbstverständlichkeit von Außergewöhnlichem

Unsere Welt dreht sich natürlich ganz normal weiter – auch mit Garten! Klausurenphasen kommen und gehen, Stress, Streit, glückliche Momente, all das ist noch genau wie vorher – nur mit Garten! Klar, dadurch haben wir natürlich insgesamt noch etwas mehr Arbeit als vorher. Aber unser Lebensablauf hat sich eigentlich nicht verändert…

Bis auf diese Tatsache, dass wir unser Essen aus der Erde ausbuddeln, anstatt dafür im Supermarkt an der Kasse anzustehen!

Das erste Jahr ist traumhaft angelaufen, die Ernten übersteigen unsere Erwartungen vollkommen! Und mittlerweile hat sich bei uns seit der Neuigkeit „Wir haben einen Garten“ schon wieder viel verändert. Einerseits finden wir das etwas traurig und haben Angst, dass die „Besonderheit“ des Gartens irgendwann verloren geht… wir fürchten vielleicht, dass der Garten nicht mehr die Aufmerksamkeit von uns bekommt, die er „verdient“….

Andererseits (wenn wir darüber nachdenken) fällt uns auf, wie wunderbar es ist, diese Art des Lebens als etwas Selbstverständliches zu sehen – etwas, das gar nichts „Besonderes“ ist… Es ist auch wunderschön, die Tatsache, dass unser Gemüse aus unserem Garten kommt und durch unsere Hände gewachsen ist, nicht mehr als etwas Außergewöhnliches zu betrachten! 

Wenn ich darüber nachdenke, seit wann es überhaupt selbstverständlich ist, sich von Supermarkteinkäufen zu ernähren, erscheint es mir verrückt, dass wir wie Aussteiger wirken! Dabei tun wir eigentlich das Natürlichste der Welt: wir wollen uns selbst ernähren! 

Wir wollen uns selbst ernähren von Essen, über das wir Bescheid wissen! Seit ich anfange, einen Blick dafür zu entwickeln erscheint es mir vollkommen absurd, das Stachelbeeren für über 2 € pro 500g im Supermarkt verkauft werden. Dass Zucchini sich überhaupt verkaufen, obwohl eine Pflanze erfahrungsgemäß zwei Personen übers Jahr bringen kann. Von viel mehr Zucchini würde mir jedenfalls schlecht werden 😀 

Wo ist das Bedürfnis der Menschen hin, über das, was sie ernährt, informiert zu sein? Wo ist denn das Bedürfnis, unabhängig zu sein von Supermarktangeboten? Natürlich braucht man dafür erstmal das Land – aber unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es irgendwo immer ein kleines Fleckchen gibt, das beackert werden kann!

Unabhängig sind wir zwar auch nicht – wir können schließlich nur ernten, was wächst! – aber wir kennen unser Gemüse wie unsere Westentasche! Wir wissen wer es angefasst hat bevor wir es konsumieren, wir wissen, wie die Himbeeren aussahen, die es in die Marmelade geschafft haben! Ich kann mir nicht mehr vorstellen, das alles nicht mehr zu wissen – Essen aus einer Black Box zu kaufen?! Verrückt…

So sensationell der Garten für uns zu Beginn des Jahres war – mittlerweile leben wir davon! Zumindest für diesen einen Monat! Vielleicht den nächsten auch noch… Und das ist für uns etwas vollkommen selbstverständliches! Weil es das Natürlichste der Welt ist!!

DSC_0405

Was wachsen kann...
Was wachsen kann…
Advertisements

2 Gedanken zu “Die Selbstverständlichkeit von Außergewöhnlichem

    1. Eveee 😀
      Du Liebe, wie schön das du dich hier rumtreibst 😀 Mist, mein Handy ist seit einiger Zeit im Eimer, sonst würd ich dich jetzt prompt mal anrufen 🙂
      Bist du also noch in Mannheim? Und ist ansonsten alles gut bei dir? Ich hab mir schon so lange vorgenommen, euch Flamingas mal ne Mail zu schreiben! Das nehm ich mir jetzt für die nächste Woche vor 😉

      Grüße und Küsse aus Aachen :-* ❤ Hanni

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s