Grüner Kohl und roter Klee

Jetzt aber endlich ein paar Infos zum Kohlbeet! Eines meiner liebsten Beete, weil es ordentlich sprießt (wie der Kürbis), aber nicht über seine Begrenzung hinausrankt und beispielsweise meine Tomaten attackiert 😀

Das Kohlbeet hieß genaugenommen ursprünglich „Kohlrabi-Blumenkohl-Grünkohl-Wirsing-Beet“. Jetzt ist es maximal ein „Kohlrabi-Wirsing-Beet“ geworden…aber der Reihe nach 🙂

Am 1. März, nachdem wir eine Fuhre Pferdemist vom Ponyhof geholt hatten, wurde natürlich auch dieses Beet ordentlich gedüngt. Denn Kohl ist ja der Starkzehrer schlechthin und braucht viiiiel Mist und nahrhafte Erde! Zwei Wochen später arbeiteten wir deshalb noch einmal Pferdemist ein. Weil es so viel Spaß macht 😀 (das macht es wirklich! Wir holen den Mist direkt von der Pferdekoppel, während die Pferdchen, ganz liebe Tiere, um uns rum streunern und genau beobachten, was wir da tun und ob wir nicht eine Möhre dabeihaben ^^).
Mitte März arbeiteten wir darüberhinaus noch Rinderdung und Hornspäne (erworben bei Thomas Philipps) ein! Micha hat auch das ganze Beet einmal ordentlich umgegraben, auch um die Himbeeren, die vorher dort gewachsen waren, vollständig zu eliminieren 🙂

Jetzt aber zum Gemüse:

Kohlrabi

1.) Superschmelz

Die musste Micha einfach haben – überall liest man von dieser Supersorte, die so wahnsinnig groß werden soll. Also kauften wir Saatgut bei der Marke unseres Vertrauens (N.L. Chrestensen im OBI) und säten davon Mitte Februar eine Reihe in unser Frühbeet und ein paar in Kokos-Anzuchttöpfchen. Ende März wurden alle pikiert und Mitte April ins Freiland umgesetzt. Dort steht der Superschmelz seitdem und wächst und wächst und wächst. Er ist längst schon größer als normale Kohlrabi, aber wohl noch lange nicht fertig! Ich bin gespannt, was da für Monster rauskommen – ein Foto wird auf jeden Fall geschossen wenn wir das erste Riesenvieh ernten 🙂

2. Delikatess weißer

Delikatss Weißer im Beet
Delikatss Weißer im Beet

Natürlich brauchten wir auch „normale“ Kohlrabi. Ebenfalls bei OBI holten wir Anfang März den „Delikatess weißer“ und säten ihn sofort in Töpfchen im Minigewächshaus auf unserer Fensterbank aus! So wie der Superschmelz kam auch der Delikatess Weiße Anfang/Mitte April ins Freiland, bzw ins Frühbeet, da das Kohlbeet schon reichlich voll stand 🙂 Diese Sorte konnten wir schon immer mal ernten. Meist haben wir sie roh genascht, während wir einen langen sonnigen Tag im Garten verbrachten! Ansonsten in unserem Standard-Kohlrabi-Rezept: einfach gekocht mit Kartoffeln (egal ob blaue oder gelbe), einer Tomate und Sahnesoße 🙂 Für die wenige Arbeit, die dieses Gemüse macht, kommt auch wirklich was sehr nahrhaftes dabei rum! Zwar mussten wir die Pflanzen ständig abgedeckt halten, weil Vögel und Hasen die Kohlblätter gerne mal naschen, aber ansonsten waren die Kohlrabi echt sehr anspruchslos!

Delikatess Weißer auf dem Teller :) (mit Blauem Schweden und Buschtomate Rentita! Der Salat ist auch aus dem Garten!)    Also komplettes Selbstversorger-Essen, bis auf die Soße :)
Delikatess Weißer auf dem Teller 🙂 (mit Blauem Schweden und Buschtomate Rentita! Der Salat ist auch aus dem Garten!) Also komplettes Selbstversorger-Essen, bis auf die Soße 🙂

Wirsing

Ein
Ein „Vorbote“

Unser Stolz – der „Vorbote“. Die einzige Sorte, die wir haben, wurde Mitte Februar ausgesät und Ende März pikiert. Beim pikieren hat Micha dazu notiert: „erstes ‚richtiges‘ Blatt zu sehen“ 🙂 Dafür, dass es so langsam losging mit unserem Vorboten, hat er sich aber jetzt prächtig entwickelt! Ebenfalls Anfang April kamen 5 Pflanzen, die das Casting gewonnen hatten, ins Freiland! Die restlichen versuchten ihr Glück noch im Frühbeet, wurden aber bald von Micha aussortiert! Ein wichtiges Fazit dieses Jahres ist ohnehin: säe nicht zu viel aus, dann keimt mehr als du unterbringen kannst 😀 Ich will gar nicht wissen, wie viele kleine Salate, Kohlrabi und Wirsinge wir aussortieren mussten, weil wir viiiiel zu viele hatten!
Der Wirsing ist jedenfalls im Beet super angewachsen! Zwischenzeitlich hatten wir einen mutigen Tag (ungefähr Anfang Mai), an dem wir das Netz entfernten… am nächsten Tag war fast der ganze Wirsing abgefressen, ebenso wie die Blätter vom Kohlrabi. Aber auch das hat der Kohl weggesteckt wie nix, er hat einfach neue Blätter gebildet, sodass man von der einen Attacke nichts mehr merkt! Das Netz haben wir natürlich wieder drübergespannt und bis jetzt auch dort gelassen 🙂 
Mittlerweile sind die „Vorboten“ erntereif. Einen haben wir bereits gegessen, und wir waren schwer begeistert!!! Wir sind beide auch große Wirsingfans – vom Vorboten haben wir deshalb gegessen, bis uns fast schlecht war, weil er sooo unglaublich gut schmeckte!!! Fast die ganze Pflanze haben wir zu zweit verputzt (oh mein Gott, das darf man ja gar nicht laut sagen 😀 ). Micha hatte den Wirsing zubereitet als Rahmwirsing, also einfach gekocht mit etwas Sahne – sooo gut!!!

Rahmwirsing in der Produktion :)
Rahmwirsing in der Produktion 🙂

Den Strunk haben wir im Beet stehen lassen, ca. 20 cm davon. Dort sprießen jetzt auch schon wieder kleine Blättchen, die wohl sehr schmackhaft sein sollen! Die anderen vier Wirsingköpfe wachsen noch etwas, aber ich ahne schon, dass bald der nächste dran sein wird 😉

Blumenkohl

Und hier enttäuscht uns N.L. Chrestensen zum ersten Mal! Keine Ahnung, was bei der „Neckarperle“ schiefgelaufen ist, aber das lief wirklich so gar nicht! Ende Februar säte Micha wieder mal viel zu viele aus – eigentlich…aber von den gefühlten tausend Samen keimten auch einfach nur eine handvoll… die paar die keimten, wuchsen auch nicht so richtig gut, sondern spargelten nur vor sich hin. Und im Beet ging die eine Pflanze, die in Ordnung aussah, dann vollkommen ein 😦 Micha machte noch einen Versuch, der ähnliches ergab… Da aber das Kohlbeet ohnehin schon rappelvoll mit Kohlrabi und Wirsing war, ist es nicht so schlimm gewesen. Gibt es halt dies Jahr keinen Blumenkohl – wir werden es im nächsten Jahr aber mit Sicherheit wieder versuchen!

Grünkohl

Der Grünkohl „Halbhoher grüner Krauser“ (geil 😀 ) wurde aus dem Kohlbeet auf das Frühkartoffelbeet umgelagert. Denn das steht ja seit geraumer Zeit leer  und ist seitdem nur Abladefläche für Grünabfälle und Mulchmaterial aus dem restlichen Garten 🙂 Die Aussaat erledigte Micha Anfang Juni und seitdem standen die Mini-Grünkohle bei uns auf der Fensterbank. Gestern sind sie dann endlich ins Beet gewandert!  Aber darüber berichten wir dann auf der Kartoffel I – Annabelle Seite 🙂

Wenn man jetzt also vor unserem Beet steht, dann wachsen im hinteren Drittel ca. 10 „Delikatess Weißer“, davor ca. 5 „Superschmelze“ und ganz vorne die 5 Wirsingpflanzen. Leider gibt es davon kein Foto, welches irgendwie übersichtlich ist – auf den meisten ist nur der reinste Blättersalat zu sehen 🙂

Rundherum hatten wir zum Schutz vor Kohlfliege und Kohlweißling Inkarnatklee gesät. Den gab es nirgendwo zu kaufen, sodass wir ihn online im Samenhaus Knieke von Dürr-Samen bestellten. Keine Ahnung, ob es jetzt was gebracht hat, aber es sah ganz schön aus, mit dem rot blühenden Klee drumherum, und die Pflanzen haben jedenfalls keine Krankheiten und sind bisher auch noch nicht von Raupen oder so befallen 🙂

Inkarnatklee - soll gut für den Kohl sein :)
Inkarnatklee – soll gut für den Kohl sein 🙂

Der Klee ist aber mittlerweile verblüht, zwischenzeitlich waren auch schon Kohlweißlinge an unserem Wirsing – aber bisher sieht alles gut aus! 

Zwischenfazit: Wirsing geht auf jeden Fall gut, gerne auch mehr, da er sich bestimmt gut einfrieren lässt! Kohlrabi reichen – einfach weil wir nicht so viel davon essen! Blumenkohl wird im nächsten Jahr erneut versucht! Grünkohl bleibt abzuwarten. Insgesamt ein lohnenswertes Beet, da es mit wenig Aufwand sehr satt macht 😀 Und dabei auch noch schmeckt!

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4 Gedanken zu “Grüner Kohl und roter Klee

    1. Oh je, das ist ja nicht schön! Wir hatten wirklich überhaupt keine Probleme mit Raupen! Aber keine Ahnung ob das jetzt am Klee lag oder ob wir einfach glücklich wohnen 🙂 Aber er sieht ja auch schön aus!

      Bei Samenhaus Knieke (www.samen-knieke.de) wird er unter Gründüngung aufgelistet! Ich hab ihn ansonsten nirgendwo im Handel gefunden! Das Päckchen von Knieke ist zwar erstmal relativ teuer, ist aber auch viel drin! Ich werd jedenfalls noch die nächsten Jahre meine Kohlpflanzen damit umrahmen können, oder es irgendwann als Gründüngung nehmen 🙂

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