Von Wildbau und Weiseln

Hier gibt es mal einen kleinen Bericht zu den Geschehnissen im Bienenvolk unter der Regentschaft von Königin Gisela I.!

Gisela nimmt ihre Aufgabe nun doch wohl sehr ernst und ist sehr fleißig dabei, die erste Wabe mit vielen Eiern zu „bestiften“. So nennt sich der Vorgang des Eierlegens in den noch nicht bebrüteten sechseckigen Wabenzellen, da das Ei, das die Königin hier hineinlegt, senkrecht wie ein Stift in der Wabe steht. Nach drei Tagen schlüpft hieraus eine kleine Larve, die sich dann im Laufe der kommenden Zeit am Boden der Wabe einkringelt und von den Ammenbienen mit einem Futtersaft gefüttert wird. Die Larve wird immer fetter und nach weiteren 6 Tagen verpuppt sich diese nun sogenannte „Rundmade“ in der Brutzelle. Die Zelle wird hierzu von den Ammenbienen mit einem luftdurchlässigen Deckel verschlossen. Nach 12 Tage der Puppenzeit schlüpft nun die fertige neue Arbeiterin. Das Bienenvolk hat so nun eine weitere fleißige Helferin und wächst immer weiter. 

Bei der Nachschau am Sonntag konnten wir auf den ersten beiden Rähmchen neue Eier sowie viele Larven in allen Stadien und zahlreiche verdeckelte Brutzellen beobachten. Das bedeutet, dass das Volk zur Zeit noch dabei ist, ordentlich an Mann… äh Fraustärke zuzulegen.

Jedoch gibt es auch eine Sache, die mich zurzeit eher bei diesem Volk stört: Wildbau. So bezeichnet man Wabenbau der Bienen, der sich nicht an den vorgefertigten Waben auf den vom Imker vorgegebenen Rähmchen orientiert. Dieser Wildbau stört aus dem Grunde, da dieser Bau jedesmal beim Öffnen des Volkes zerstört wird und so eine unnötige Unruhe ins Volk kommt. Orientieren sich die Bienen an den eingehängten Rähmchen, wird bei der normalen Nachschau am Volk kein Wabenbau zerstört. Jedoch mussten wir gestern leider ein kleines Stück Wabe, welches die Bienen auch schon zur Aufzucht des Nachwuchses nutzten (siehe Foto unten), aus der Zarge entfernen.

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Dies ist das kleine Stück Wildbau, das wir aus dem Bienenvolk entnehmen mussten. Man erkennt mittig ganz gut die kleinen Eier, die die Königin hier schon reingelegt hat.

Das Ziel sollte sein, dass sich das Volk bis Ende Oktober noch etwa was die Anzahl der Bienen angeht mindestens vervierfacht. Diese Anzahl von etwa 5.000 Bienen wird benötigt, damit das Volk gut über den Winter kommt und auch mit zahlreichen Arbeiterinnen im kommenden Frühjahr ins neue Bienenjahr startet. Wir dürfen gespannt sein, ob das so alles klappt!

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