Sorgenkinder

Der eine oder andere wird sich vielleicht schon gefragt haben, was aus der so groß angekündigten Rähmchenbeobachtung bei den Bienen geworden ist… Schon sehr lange haben wir nichts mehr gepostet! Deshalb jetzt ein paar Infos zum Bienenstand (haha… Wortspiel..):

Als wir die Bienen bekamen waren ca. 2 Wabengassen besetzt (die Spalte, auf die man von oben draufguckt!). Das ist zu wenig, um zu überwintern, weshalb die Bienen sich bis Oktober noch eifrig vermehren und bauen sollten! Mindestens 4, besser noch 5 Wabengassen sollten für eine erfolgreiche Überwinterung besetzt sein, ansonsten erfrieren die Bienen! Bis Anfang September entwickelten unsere Völker sich und wurden mehr, wenn auch sehr langsam! So richtig ausgebaut haben sie allerdings nie (siehe Rähmchenbeobachtungsserie!), sondern nur das vorhandene Wabenwerk bebrütet und mit Nektar und Pollen vollgestopft! 

Nach zwei Wochen Urlaub im September traf uns dann fast der Schlag, als wir noch einmal nach unseren Bienen sahen! Es war fast nichts mehr los! Es waren wieder deutlich weniger geworden, fast so wenig wie zu Beginn! Das ist für eine Überwinterung definitiv zu wenig! Woran es liegt, können wir nicht sagen, und auch unsere „Imkerpaten“ haben keinen Grund gefunden! Keine Krankheiten, gesunde Bienen, eigentlich auch gesunde Königin! Es gab Brut in allen Stadien (also Eier, Larven und verdeckelte Brut), ein gutes Zeichen (eigentlich)! Nur war unser Volk einfach viiiiel zu klein! 

Nun war eine Möglichkeit, die beiden schwachen Völker zu vereinigen, also einfach aufeinander zu setzen und zu einem Volk werden zu lassen –  nur leider wäre dieses Volk dann immer noch zu schwach für eine Überwinterung gewesen!! Also haben wir von unseren „Imkerpaten“ noch zwei Ableger (neue Völker) bekommen, die deutlich stärker waren als unsere, und diese unter unsere Minivölker gesetzt! Dass die Bienen jetzt zwei Königinnen haben wird sie wohl irritieren, aber das machen sie dann unter sich aus! Eine wird vom Volk „hingerichtet“ werden… Ob Hannelore I. und Gisela I. den Konkurrenzkampf überleben… wer weiß? Wir haben noch nicht nachgeschaut… ansonsten hoffen wir, dass Hannelore II. und Gisela II. ihre Arbeit besser machen 🙂

So sieht es jetzt aus! Oben unsere Zargen, unten drunter die zusätzlichen stärkeren Völker! Hier kurz nach der Vereinigung, deshalb ist auch so viel los, verwirrte Bienen :)
So sieht es jetzt aus! Oben unsere Zargen, unten drunter die zusätzlichen stärkeren Völker! Hier kurz nach der Vereinigung Anfang Oktober, deshalb ist auch so viel los, verwirrte Bienen 🙂

Die neuen zweizargigen Völker haben wir direkt mit ca. 6 Liter Futtersirup aufgefüttert. Nicht mal eine Woche später haben wir die gleiche Menge nochmal gefüttert, da die Bienen schon alles eingelagert (also in ihr Wabenwerk getragen) hatten. Wirklich genau haben wir aber noch nicht reingeschaut, da sich die beiden Völker erstmal in Ruhe zusammenfinden sollen! Wir berichten dann in ein paar Wochen nochmal! Und im nächsten Jahr, wenn wieder fröhlich gebaut wird, starten wir nochmal einen Versuch der Rähmchenbeobachtung 🙂

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2 Gedanken zu “Sorgenkinder

  1. Drücke Euch bzw. den Bienen die Daumen. Auch unsere haben sich krankheitsbedingt verkleinert. Doch siehe da, vor einer Woche, nachdem wir wochenlang dachten es wäre ein für allemal vorbei, haben wir es summen gehört! Eigentlich sind es auch hier zu wenige, aber immerhin soll es ja in der Normandie nicht frieren…wir hoffen auf Wunder! Bienengrüße!

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