Schimmel zu Weihnachten

Das schönste Weihnachtsgeschenk habe ich im letzten Jahr von Micha bekommen. Ein Paket voll mit Kaffeesatz und Schimmel 😀 yaaay 😀

Man mag sich wundern, warum ich mich über einen Pappkarton voll Schimmel so freue 😀 Der  Hintergrund ist der, dass in diesem Paket in dem alten Kaffeesatz etwas schlummert, was ich schon längst ausprobieren wollte: Pilze 🙂 

Da wir uns so weit es geht selbst versorgen wollen und Pilze irgendwie auch dazugehören, habe ich mich schon oft erkundigt, wie das wohl funktioniert und unter welchen Voraussetzungen. Korrekterweise muss ich sagen, dass es sich nicht wirklich um Schimmel sondern um Pilzsporen handelt – schimmelig sieht es trotzdem aus 🙂 Die Idee eines „Pilzbeetes“ im Garten habe ich relativ schnell wieder begraben.  Im Internet gibt es diverse Anbieter, die Pilzsporen in Paketen anbieten – es hat mich aber nichts wirklich so sehr überzeugt, dass ich sofort bestellen wollte. Jetzt hat Micha mir zum Glück die Entscheidung abgenommen, und dabei mit dem Pilzpaket von www.pilzpaket.de auch noch einen Anbieter gefunden, der unserer Denkweise, möglichst viel zu verwerten, total entgegenkommt! Denn diese Pilze wachsen in altem Kaffeesatz (der bei uns auch reichlich anfällt 😉 ). Für diesen Anbieter sprach auch der sehr nette Kontakt! 

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Wird getestet: Das Pilzpaket auf Kaffeesatz! 18. Januar 2016

Und so sieht das ganze aus: 

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Pilzsporen im Kaffeesatz

Bei diesem Paket handelt es sich um Austernseitlinge, die mir noch gar nicht wirklich bekannt sind. Hauptsächlich verwendet man sie (glaube ich) in der asiatischen Küche. Hat jemand von euch ein Rezept? Dann gerne her damit 😀 

Um die Pilze zu „aktivieren“ muss jetzt das Substrat mitsamt Plastikfolie über Nacht (also ca 8-10 Stunden) in Wasser gelegt werden. Vorher wird im Karton ein kleines Quadrat nach innen geklappt und die Folie eingeritzt, sodass sich das Substrat mit dem Wasser vollsaugen kann und nachher die Pilze herauswachsen können. Es muss dabei komplett bedeckt sein:

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Substrat in Wasser am 18. Januar 2016 – harmoniert perfekt mit unserer Arbeitsplatte 🙂

Heute Abend werde ich das Substrat herausnehmen, abtrocknen und zurück in die Pappschachtel legen. Aus der quadratischen Öffnung wachsen dann die Pilze heraus. Das Paket soll an einem hellen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwichen 15-25° (aber ohne Zugluft) stehen. Unsere Küche ist somit nahezu perfekt 😉

Die Öffnung im Pilzpaket soll zweimal täglich gewässert werden, entweder mit einer Sprühflasche oder einem Löffel (ca. 2-3 EL täglich). Nach 5-6 Tagen sollen die ersten Pilze wachsen und schon nach 10 Tagen erntereif sein 😀 Danach lässt sich auf genau dieselbe Art und Weise eine weitere Generation Pilze ziehen! Das Ganze lässt sich ca. 3-4 mal machen, danach kann das ‚alte‘ Paket mit neuem, frischem Kaffeesatz vermischt und so eine neue Generation Pilz gezogen werden. 

Aber so weit bin ich noch nicht! Erstmal liegt das Paket jetzt im Wasser und heute Abend geht es dann los! Ich werde versuchen, jeden Tag ein Foto schießen und so gut wie möglich zu dokumentieren, wie sich der Pilz entwickelt! Das „Gartenjahr“ beginnt 🙂

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18 Gedanken zu “Schimmel zu Weihnachten

      1. Auf jeden Fall!!! Anhand deiner Erfahrung würde ich mir dann vielleicht auch etwas „Schimmel“ besorgen… Und den Kaffeesatz aus dem Lehrerzimmer, ich selbst trink keinen… Bin gespannt!

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  1. hejhej Hannah. so ein Pilzpaket hatte ich auch mal. ganz so lange hat es bei mir leider nicht gehalten, nur so zwei Generationen – irgendwann ist das Myzel einfach ausgelaugt 😉
    bei mir waren es Champignons, ich fand‘ die vom Geschmack her etwas wässriger und nicht so knackig… aber Austernseitlinge sind da vielleicht besser geeignet! ich wünsch dir also viel Freude bei der Pilzzucht 🙂

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    1. Danke sehr 🙂 Hast du auch mal was über deine Pilzzucht geschrieben? Dann muss ich das mal nachlesen 😉
      Ich bin auch gespannt, ob das mit dem „verlängern“ klappt – das wäre ja sehr super! Champignons hätte ich eigentlich lieber gehabt, aber man muss ja immer offen für Neues sein 😉 Hast du deine Pilze auch auf Kaffeesatz gezüchtet?
      Liebe Grüße, Hannah

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      1. darüber geschrieben habe ich nicht, nein, und ob da Kaffeesatz mit im Spiel war, weiß ich auch nicht mehr; der Anbieter war aber ein anderer, es war auch ein Geschenk – ich bin offensichtlich schlecht informiert 😉 liebe Grüße!

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  2. Wir haben Austernseitlinge mal versucht per Impfdübel auf Holz anzubauen, was nicht funktioniert hat. Versuchen werde ich es in jedem Fall wieder – wenn ein bisschen Luft ist, denn ich mag die wirklich gerne. Allerdings eher mitteleuropäisch-rustikal. http://landidylle.com/2010/09/03/austernseitlinge-rustikal/
    Champignons habe ich für etwa 2 Erntedurchgänge auf einem Erdgemisch angebaut, danach kam Schimmel ins Spiel und das Spiel war aus. Lecker waren sie allerdings. Beim Wässern muss man arg vorsichtig sein, dass man die kleinen Pilze nicht so sehr benetzt, die werden leicht matschig. LG

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      1. Da bin ich in der Tat auch gespannt. Ich hoffe, Du berichtest! Pilzanbau ist ohnehin ein wahnsinnig spannendes Feld, was ich – wie gesagt – dringend nochmal in Angriff nehmen will. Irgendwann wäre ich gerne in der Lage, uns zumindest mit Braunkappen, Austernseitlingen und Champignons zu versorgen und das Myzel immer weiter in neues Substrat überzusiedeln. Hmja. Liebe Grüße zurück.

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  3. Wir haben es auch mal mit Braunkappen versucht(Dhen***er)
    Außer gefühlt 1000 Obstmücken ist im Karton nach 10 Wochen nichts gewachsen.
    Jetzt steht der Karton schon seit 2 Monaten aufem Balkon um die Mücken zu dezimieren. Muss mal schauen, vielleicht wuchs ja doch noch was…
    Dir viel Erfolg!!

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