In allen vier Ecken…

…sollten Pilze drin stecken! Aber ich will noch nicht zu viel verraten! 😉

Der ein oder andere wird sich schon gefragt haben, was aus dem Pilz-Experiment geworden ist… Am 18. Januar hatte ich mein Pilzpaket in Wasser gelegt und so aktiviert – eigentlich sollten dann nach 5 Tagen die ersten Pilze aus der Öffnung sprießen und nach 10 Tagen erntereif sein.. so steht es zumindest in der Anleitung von pilzpaket.de

Naja, nach 5 Tagen zeigte sich noch nicht viel… eigentlich gar nichts. 🙂 Also habe ich einfach weiter gewartet und fröhlich morgens und abends mit einer Sprühflasche gewässert. Nach 10 Tagen – war immer noch nichts passiert… was war da los? Nachdem die 10 Tage um waren und ich eigentlich schon mit einer ersten Ernte gerechnet hatte, klappte ich dann doch mal den Karton auf, um in den Untiefen des Kaffeesatzes nach Austernseitlingen zu suchen… und siehe da… in allen vier Ecken des in Plastik verpackten Kaffeesatzes hatten sich „Pilzknubbel“ gebildet O_o … Oben rechts hatte der Pilz sogar das Plastik gesprengt und fing schon an, hinauszuwachsen 😀 Aber seht selbst, was passiert:

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Sind sie nicht wunderschön geworden?? 😀 Seit 5 Tagen sind diese Pilze mein ganzer stolz! In der vierten Ecke kündigt sich auch so langsam was an… 🙂 Obwohl – so gedacht war das Ganze ja nicht! Habe ich irgendetwas falsch gemacht? Keine Ahnung… :/ So richtig mit rechten Dingen geht das nicht zu 😀 Jedenfalls habe ich an allen vier Ecken die Folie aufgeschnitten, um die Pilze „freizulassen“ 🙂 

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Pilzpracht kurz vor der Ernte, 2. Februar 2016

Und heute Abend haben wir dann endlich beschlossen, dass es für zwei von den vier Ecken an der Zeit ist! Oben rechts und unten links wurden geerntet und zu einem Auflauf nach pilzpaket.de zubereitet. Das Rezept folgt bald in der Küchenzeile 🙂

 Die Folie ist ja schon ziemlich hinüber, genauso der Pappkarton! Mit drei Ernten (bevor man umpflanzt) wird das so wohl nichts… Den Rest der Pilze werde ich deshalb jetzt erstmal auswachsen lassen und ernten, und danach das Substrat mit neuem Kaffeesatz in einen Tontopf „pflanzen“ 😀 Wenn hier ohnehin nichts wächst wo es soll, dann kann es ja wohl auch in einem Topf wachsen 😀 Spaß macht das ganze aber ungemein und ich hoffe sehr, dass das „strecken“ der Pilzsporen klappt, sodass wir noch lange was von den Seitlingen haben 🙂

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22 Gedanken zu “In allen vier Ecken…

  1. Brauchen Pilze nicht Dunkelheit? Das würde doch erklären, warum sie unter der Pappe gewachsen sind und nicht in der Öffnung, oder?
    Ich bin ganz neidisch auf deine schönen Pilze! Nein, ich freue mich für dich. Neid macht hässlich 😉

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      1. Ja, ich habe darüber auch nachgedacht. Manchmal brauchen die gezüchteten Pflanzen/Pilze eine Sonderbehandlung. In der Natur werden Apfelbäume auch nicht veredelt. Um den Apfel zu erhalten, den man haben möchte, muss man das aber. Und die Pilze brauchen bei Kaffeesatz als Boden vielleicht Schatten. Wer weiß… Hannah wird uns hoffentlich aufklären, wenn sie weitere Erfahrungen gesammelt hat 🙂

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    1. Also in der Anleitung stand, dass sie in einem hellen Raum stehen sollen, allerdings nicht in direktem Sonnenlicht… Warum ihnen das in den Ecken so gut gefallen hat, kann ich nicht sagen 😀
      Auf jeden Fall sind sie auch gut weiter gewachsen, nachdem ich den Karton aufgeklappt hatte (irgendwann passten sie ja nicht mehr rein 😉 )

      Ich bin gespannt, wie es weiter geht, vielleicht zeigt sich da ja irgendein Muster in der Pilz-Verhaltensweise 😀

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  2. Toll, dass es doch noch einen Pilzerfolg gegeben hat! Da werde ich mich bei Gelegenheit auch mal an ein Pilzpaket heranwagen.

    Vielleicht liegt’s ja einfach an den Temperaturen? Ich würde mal annehmen, dass das Paketklima in den Ecken ganz anders ist als an den langen Seiten und erst recht als an der Öffnung. Möglicherweise haben die Pilze sich deshalb in den Ecken zuerst gezeigt. Oder die Ecken haben ihnen am überzeugendsten „Schatten unter den Blättern“ vorgetäuscht.
    Oder das Myzel war einfach ungleichmäßig verteilt und in die Ecken gerutscht? Theorie über Theorie! Aber die Hauptsache ist ja, dass es funktioniert. Der Auflauf sieht auch seeehr lecker aus

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    1. Wenn das mit dem Pilzwachstum so rasant weitergeht, dann kann ich es nur empfehlen 😉 Man kann ihnen fast beim Wachsen zusehen, das ist wirklich schön 🙂

      Die Theorie mit dem Paketklima ist gut! Vielleicht sammelt sich in Ecken mehr Feuchtigkeit? Ich hatte das Paket in den ersten paar Tage hingestellt – da hätte ich dann vermutet, dass die Pilze unten anfangen zu wachsen, weil das Wasser sich dort sammelt. Aber das sie dann auch oben anfangen zu wachsen? Das ist eine komische Sache irgendwie 😀

      Naja, aber du hast schon recht! Hauptsache es wächst was, dann ist ja auch egal wo 😀

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  3. Na sowas,
    die Pilze sind herrlich geworden und dein Austernpilz ist wohl ein kleiner Individualist 😉 Aber so konnte immerhin gleich richtig viel geerntet werden. Na mal sehen ob unsere brave Musterpilze sind oder doch auch so kleine Rebellen 😉

    Danke für den Bericht, jetzt freue ich mich schon sehr auf meine Fungi 🙂

    Viele Grüße
    Jacqueline

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    1. Ja, ich bin sehr gespannt was du berichtest 😀 Das interessiert mich ja auch, ob die individuellen und kreativen Auswüchse meiner Austernseitlinge an mir lagen oder ob das bei anderen Pilzpaketen auch so läuft 😀

      Viel Erfolg und Spaß wünsche ich dir dabei auf jeden Fall 🙂

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  4. Puh, um ganz ehrlich zu sein, würde ich mich an diese Pilze nicht rantrauen, die sehen in meinen Augen nicht nach etwas Essbarem aus 🙂 Und in weiterer Folge stelle ich es dann infrage, ob Menschen Pilze überhaupt essen sollten wenn sie bei mir Ekelgefühle auslösen ^^ Was hast du beim Anblick der kleinen Sprießlinge empfunden ?

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    1. Stimmt, Pilze sind schon merkwürdige Organismen 😀 Aber das denke ich jedes Mal im Frühjahr, wenn das Gemüse keimt, eigentlich auch. Und da ist ja auch nicht alles unbedingt hübsch 😀 Die Vorstellung, was genau eine Kartoffel ist und wie ein Blumenkohl aussieht… da kann man sich fragen, was davon man essen kann, darf oder sollte 😀

      Ich fand es wunderbar, den Pilzen beim Wachstum zuzusehen! Die späten Pilze vertrocknen sehr schnell (und auch die späteren Generationen, weil sie nicht genügend Nährstoffe in dem kleinen Paket finden). Da finde ich es dann eigentlich gut, sie zu essen… wenn ich so irgendwie dazu beitragen kann, dass weniger Nahrung um den halben Globus geschifft werden muss. Und insbesondere in der Wintersaison gibt der Garten ja ansonsten nicht so viel her 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Haha, ja bei den Kartoffeln muss ich auch immer an die armen Seelen denken, die vom Verzehr der Grünzeugs oder der rohen Knollen gestorben sind ehe man auf die Idee kam, sie zu kochen. Blumenkohl sieht in meinen Augen sehr appetitlich aus 🙂 Vor allem im Vergleich mit Pilzen ^^

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