Jung und frei

Jung und frei – das sind wir!

Wir sind Kinder der 90er Jahre. Wir hatten eine friedlich fröhliche Kindheit in einer kleinen Stadt, in der wir uns von Kindesbeinen an kannten. Erst aus der Distanz, später kamen wir uns näher. 

Wir sind in eine Welt hineingeboren, in der von Anfang an alles möglich zu sein schien! Wir gingen zur Grundschule (sogar zu derselben, Micha war eine Klasse über mir 🙂 ). Wir konnten ohne jegliche Angst auf der Straße oder auf den zahlreichen Spielplätzen spielen. Wir waren beide schon immer begeistert von der Natur und von Unbekanntem und hatten keine Scheu, uns für irgendetwas anzustrengen und abzurackern. Wir waren kluge Kinder, wir fragten unsere Eltern, warum wir nicht jemand anders wären und warum die Zeit, in der wir leben, jetzt ist. Unsere Eltern hatten keine Antworten. Wir bis heute auch nicht. Wir gingen beide zum Gymnasium und machten ein semi-gutes Abitur. Jetzt studieren wir beide. Wir sind mit unserer Studienwahl zufrieden. Michael wird vermutlich mal Arzt, ich irgendwo Mathematikerin…wo auch immer!

Und da ist er wieder, dieser Gedanke… Wo denn? Wo werde ich etwas? Und was werde ich dort? Und wenn ich was werde, werde ich dort auch glücklich? Wonach strebe ich überhaupt? 

Ständig habe ich Angst, eine Lücke in meinen Lebenslauf zu reißen, weil sich das schlecht machen könnte. Ständig versuche ich, irgendwelchen Prüfungsordnungen, Zulassungsordnungen und sonstigen bürokratischen Hürden gerecht zu werden, weil ansonsten alles hin ist! Als Kind dachte ich, ich könnte alles erreichen, ich könnte meine Spuren in der Welt hinterlassen! Und nun stehe ich da, bin 25 Jahre alt, und habe erst wenig geschafft in meinem Leben. Aber was heißt „geschafft“? Für wen will ich etwas schaffen? Und was will ich schaffen? Will ich es in dieser Welt schaffen, in der ich gerade lebe? Ich kann doch diese Welt gar nicht mal so sehr leiden!

Ich stehe gerade an einem Umbruch in meinem Leben. Bald mache ich meinen Abschluss. Danach kommt eine Menge unsicheres Zeugs! Planmäßig mache ich einen Master in Neurowissenschaften, promoviere danach in einer angesehenen Forschungseinrichtung, vorzugsweise im Süden, wo Michael natürlich auch einen Job findet! Danach forsche ich weiter und habe mein Leben lang Spaß an dieser Arbeit! In die Forschung will ich, weil ich nicht aufhören will, zu lernen! Und weil ich der Wirtschaft nichts abgewinnen kann… In Unternehmen könnte ich deutlich mehr verdienen! Manchmal lockt mich das. Aber jedes Mal, wenn ich die Stellenanzeigen durchsehe, wird mir übel! Finance Assurance Consultant blabla…. Weiß der Mensch von heute überhaupt noch, wofür „Arbeit“ da ist? Sämtliche Jobangebote kommen mir wie ausgedachte Beschäftigungstherapien vor. Es erscheint mir vollkommen absurd, dass ich für eine Arbeit ganz zufällig jeden Tag 8 Stunden brauchen sollte! Wie soll denn das hinkommen? Ich will keinen Job, bei dem ich selbst nicht weiß, was meine Aufgabe in der Welt ist! Besser noch, was mein Sinn für die Welt ist! Im Garten weiß ich das sehr gut! Dort scheint alles sinnvoll zu sein, was man an Energie und Arbeit verrichtet! Und wenn ich letztendlich nur arbeiten muss, um mir die Kartoffeln fürs Abendessen leisten zu können, dann baue ich die Kartoffeln lieber selber direkt an! Zu forschen wäre für mich eine Möglichkeit, einen Mittelweg zu gehen! Es wäre eine Arbeit, in der ich Sinn sehen kann und mit der ich kein System unterstütze, bei dem mir schlecht wird! Zumindest nicht direkt! 

Viele Möglichkeiten, zu studieren, habe ich nicht! Ich muss mich nach den Angeboten richten! Was ich will, gibt es in den unterschiedlichsten Städten – München, Zürich, Bremen, Oldenburg, Marburg oder Tübingen! Es steht mir alles frei! Die Frage ist jetzt: Will ich das mehr als das, was ich habe? Was ist mit dem Garten und meiner Beziehung? Was ist mit dem neuen Weg, den ich gerade beschreite? Ich habe so viele Freiheiten, so viele Entscheidungsmöglichkeiten! Ich kann überall hingehen, wo ich hingehen möchte! 

Und hier fängt das Problem an: Wenn ich überall hingehen kann, wo ich möchte, was bin ich bereit, zurückzulassen? Werde ich gehen oder verzichte ich darauf, weil mich doch zu viel hält? All diese Möglichkeiten, sie erinnern mich immer daran, dass ich alles schaffen könnte, was ich will, wenn ich nur gehe! Ich bin so jung, und ich bin so frei! Aber die Freiheit, zu gehen, ist immer auch die Pflicht, etwas zurückzulassen! Gerade diese Freiheiten halten mich gefangen in einem Karussel von Entscheidungen, die ich treffen muss! Die schwierigste steht bevor! Gehe ich unseren Weg weiter oder meinen? Ich weiß, dass ich am liebsten jeden Tag mit Micha im Garten wäre und einen kleinen Hof mit einer großen Fläche bewirtschaften würde! Ich weiß, dass er der Mensch ist, mit dem ich gerne alt werden würde. Und trotzdem überlege ich, mehrere hunderte Kilometer weit weg zu ziehen! Was ist das für ein Denken in uns, welches Menschen unter Druck setzt, so etwas zu tun? Menschen die genau wissen, was sie lieben und wo sie glücklich sind, lassen dies zurück, um einer Arbeit nachzugehen? Um in diesem System gut zu funktionieren? Ich kann diesem Gedanken gerade nicht sehr viel abgewinnen…

Aber was ist jetzt mein Fazit? Steigen wir aus, schmeißen wir alles hin und bleiben zusammen bis an unser Lebensende? Gehen wir einen Weg, auf den ich sehr stolz sein würde? Oder bleiben wir in der Spur? Sitzen wir unsere Jahre ab, bis der Staat uns in Rente schickt, wenn wir es überhaupt so weit schaffen? Geben wir den Garten auf, führen eine Fernbeziehung und werden todunglücklich? Und wenn wir diese Jahre schaffen, haben wir immer noch keine Garantie, irgendwo einen Job zu finden, geschweige denn beide in der gleichen Stadt! Wie soll man in einer solchen Welt eine Familie gründen und sesshaft werden? Wie soll man in einer solchen Welt den Bezug zu dem, was man liebt, nicht verlieren? 

Wir sind eine junge und freie Generation – und dennoch sind wir gefangen in Wertvorstellungen, die nicht unsere sind, in Lebensentwürfen, die wir anhand gesellschaftlicher Standards entworfen haben, in einer Rastlosigkeit, die wir mit Leben verwechseln! 

Und währenddessen zieht unser Leben an uns vorbei…

Dieser Gedanke macht mich traurig…

 

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14 Gedanken zu “Jung und frei

  1. Es geht im Leben nicht darum das Optimum heraus zu holen. Jede Entscheidung scheint für sich vernünftig.

    Wo dir Vor- und Nachteile klar sind: überlege dir vielleicht mit welchem Ergebnis du besser weitermachen kannst, wenn etwas schief geht.
    1. Wenn du den Schwerpunkt in die Beziehung legst, wie würdest du weitermachen, falls sie doch nicht hält und der Job nur mittelmäßig ist?
    2. Wenn du den Schwerpunkt in die Karriere legst, wie würdest du weitermachen, falls die Karriere doch nicht kommt und die Beziehung gelitten hat?

    Vielleicht hilft das bei der Einordnung. Mir hilft es Vor und Nachteile bei diesen Entscheidungen aufzuschreiben und nach Wichtigkeit für mich zu sortieren und gegen über zu stellen.

    Das aller wichtigste ist, dass man mit gutem Grund eine solche Entscheidung trifft. Selbst wenn sie sich als „hätte besser laufen können“ heraus stellt, musst du jederzeit sagen können „Ich hatte diese guten Gründe mich für diesen Weg zu entscheiden“
    Denn dann bereut man auch nichts. Und das ist das wichtigste bei der Freien Wahl: nicht bereuen.

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    1. Vielen Dank für deine weisen Worte 🙂
      Du hast auf jeden Fall recht mit dem, was du sagst! Ich habe leider nicht wirklich gelernt, diesen ‚was-wäre-gewesen-wenn‘-Gedanken abzuschalten! Ich denke immer, anders wäre es vielleicht besser gelaufen! Das fängt bei Kleinigkeiten an und endet dann in so einem großen Stress!

      Nicht bereuen muss man wohl richtig lernen!

      Liebe Grüße!

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  2. Ich weiss zwar nicht, wie man sich fühlt, wenn man auf der Sonnenseite des Lebens aufgewachsen ist, aber deine Gedanken kenne ich von früher sehr wohl. Ich habe ja die verschiedensten Stationen durch, räumlich, finanziell, persönlich, beziehungstechnisch und ich kann jetzt hier und heute mit Gewissheit sagen, dass ich das was ich habe, niemals so zu schätzen wüsste, wenn ich nicht auf eben diese Biografie zurückblicken könnte in der ich jeweils beide Extreme kennengelernt habe.
    Natürlich ist es hart und schmerzhaft gewesen, aber die Erfahrungen nimmt mir keiner.
    Mein Rat als Fazit ist also: nichts ausschliessen, Du kannst jetzt Karriere machen und bist in 10 Jahren immer noch jung genug um einen Hof zu sanieren, Kinder zu bekommen und DEIN Ding zu machen – wenn es denn dann nach 10 Jahren noch dein Ding ist. 🙂
    Ebenso kann es gut oder schlecht sein, direkt den ‚richtigen‘ Weg einzuschlagen was das Bauchgefühl angeht. Vielleicht würdest du irgendwann das Gefühl haben, etwas versäumt zu haben, vielleicht würdest du an finanziellen Schwierigkeiten verzweifeln?
    Das Leben steckt voller Unwägbarkeiten und Abenteuer, das einzige, worauf man sich meiner Erfahrung nach wirklich verlassen sollte ist der eigene Bauch und die Zuversicht in die eigene Kraft. Menschen kommen und gehen, sterben, ändern sich. Das große Rad des Irrsinns dreht sich immer weiter auch wenn Du morgen 10k im Monat machst wirst Du wissen, dass du übermorgen 100k machen kannst – WENN Du deine Seele verkaufst.
    Das einzige, was Dir immer bleibt und der Du jeden Morgen ins Gesicht gucken musst, bist Du.
    (Das gesagte muss man bitte im Kontext sehen, soll um Göttinnen Willen nicht heissen, eine gute Beziehung fahren zu lassen!)

    Das Gute ist, dass Dich niemand jemals zwingen kann. Du bist jederzeit frei, Deine Meinung weiterzuentwickeln und Dein Leben zu ändern. Notfalls ohne Seil und doppelten Boden!
    Lass‘ Dich auf das Abenteuer echtes Leben ein, Deine Gedanken kennen wohl fast alle, die bewusst leben und ihr Hirn nicht nur benutzen, um ihrer Rolle als guter Bürger gerecht zu werden!

    Liebe Grüße, Oli

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar! Das große Rad des Irrsinns dreht sich wohl wirklich immer weiter, und wo wir aussteigen, müssen wir alle selbst entscheiden! Vielleicht bleibe ich noch ein wenig drin im Karussel – und hoffe, dass ich meine Prinzipien und Träume währenddessen nicht aus den Augen verliere 🙂

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Hannah,

    das was du hast, nennt man Zukunftsangst.
    Angst lähmt uns, wir können nicht mehr klar denken.
    Alles was du in deinem Leben getan hast und noch tun wirst ist RICHTIG!
    Es gibt kein Falsch.
    Jede Handlung, jede Entscheidung ist und war in deinem Leben immer richtig, richtig für dich, diesen Moment und zu dieser Zeit.
    Drei Dinge solltest du im Leben anstreben:

    Zufriedenheit
    Glückseligkeit
    Gesundheit

    Und das Leben im Hier und Jetzt!

    Und ein Privileg ist es, wenn man jemanden hat, mit dem man dies teilen kann.

    Grüne Grüße

    Mion

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Mion,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Es tut gut, deine Worte zu lesen! Bei all den Entscheidungsmöglichkeiten die man heutzutage hat, hat man wohl ständig das Gefühl, etwas falsch zu machen! Denn vielleicht wäre die andere Entscheidung ja doch die bessere gewesen?! Das fängt bei Eissorten an und hört bei der Studienfachwahl auf… bzw hört es da leider noch nicht mal auf 😦

      Du hast recht, ich sollte überzeugter sein, dass meine Entscheidungen zu recht gefällt werden, und dass sie richtig sind! Ständig bereuen und überlegen bringt ja keinen weiter…

      Liebe Grüße!

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  4. Liebe Hannah,
    spannend davon zu lesen was dich außer dem Garten so umtreibt und vielleicht beruhigen zu hören dass es auch dir und vielen anderen so geht wie mir oft.

    Auch bei mir stellt sich die Frage wie es nach der Masterarbeit weitergeht, wie ich und mein Freund es schaffen möglichst nahe beieinander einen Job zu finden und wie wichtig mir/uns denn die Arbeit wirklich ist. Wie es weiter gehen soll.

    Du schreibst: „Gerade diese Freiheiten halten mich gefangen in einem Karussell von Entscheidungen, die ich treffen muss! Die schwierigste steht bevor! Gehe ich unseren Weg weiter oder meinen? “

    Ich dachte vor einer Weile auch, jetzt muss ich dann die wichtigste Entscheidung im Leben treffen. Der erste Job stellt die Weichen für alles was danach kommt…
    Inzwischen glaube ich das ist Quatsch. Schon zum Abi dachte ich mir jetzt treffe ich mit der Studienwahl die wichtigste Entscheidung meines Lebens. Jetzt denke und dachte ich das wieder. Und bestimmt denke ich das noch so einige Male im Leben.
    … Wenn wir so oft im Leben „die wichtigste und alles entscheidende Entscheidung“ treffen müssen, dann ist die vielleicht doch nicht so groß, so wichtig, so alles entscheidend. Haben wir letztlich nicht immer die Wahl uns doch wieder um zu entscheiden, neue Wege zu gehen, zurück zu kehren, neu anzufangen, …?

    Ich glaube ja. Mir nimmt der Gedanke jedenfalls ganz enorm die Angst vor all den Entscheidungen der nächsten Monate und beruhigt mich sehr, wenn ich daran denke so überhaupt nicht zu wissen was, wo wie, … im nächsten Jahr ist.

    Daher habe ich z.B. auch beschlossen das Gartenjahr mehr oder weniger normal zu beginnen, selbst wenn ich nicht sicher bin ob ich noch hier wohne wenn es ans ernten geht. Gerade macht es Spaß und das genieße ich solange ich kann und hoffe einfach möglichst viel von den extra ausgesuchten frühen Sorten selbst ernten zu können. Wir werden sehen.

    Ich wünsche dir und uns allen von Herzen, dass wir den Weg finden, der uns entspricht, der uns glücklich macht, wo auch immer er hinführt.
    Liebe Grüße
    Veronika

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    1. Liebe Veronika,
      danke für deinen Kommentar! Es tut sehr gut zu lesen, dass es anderen genau so geht! Auch ich weiß nicht, ob ich die Ernte unserer späten Pflanzen, die wir jetzt aussäen, überhaupt noch mitkriegen werde! Vielleicht bin ich im Oktober schon nicht mehr hier, um die Zwiebeln vom Beet zu holen oder mich um die Spätsommerpflege der Bienen zu kümmern!
      In meinen Gedanken schwanke ich immer zwischen ‚Das wird schon irgendwie, das wird sich alles von selber regeln‘ und ‚Ach du meine Güte, ich muss mir dringend einen Plan überlegen, sonst bricht alles auseinander‘! Ich weiß noch nicht, wo genau ich mich endgültig einordnen möchte…

      Aber du hast definitiv recht! Schon oft habe ich von einer Entscheidung gedacht, dass sie einen Wendepunkt in meinem Leben markieren wird! Und im Nachhinein betrachtet, war keine davon wirklich bedrohlich für das, was mir am Herzen lag!

      Ich sollte es so machen wie du, die wunderschönen Stunden genießen und sie mir nicht jetzt schon versauen mit dem Gedanken daran, dass es vielleicht irgendwann nicht mehr so sein wird! Denn vielleicht wird dieses vielleicht auch niemals eintreten! Wir werden das sehen, wenn es so weit ist! Und dann ist immer noch Zeit, sich den Kopf zu zerbrechen 🙂

      Liebe Grüße und Danke für deine lieben Worte!

      Gefällt 1 Person

  5. Liebe Hannah,

    Deinen Gedanken zu folgen war sehr interessant. Deine Zerrissenheit zu erkennen macht uns traurig und betroffen.

    Wir werfen nun noch weitere Gedanken in den Raum. Gedanken die Du vielleicht aufgreifen kannst um Dir darüber klar zu werden was Du willst. Du musst diese zugespielten Bälle nicht annehmen, aber es waren die Gedanken, welche uns beim Lesen der Deinen sofort in die Köpfe geschossen sind….

    Wir fragen Dich ganz einfach mal: warum studierst Du? Weil es alle anderen auch gemacht haben? Weil man es von Dir erwartet hat? Oder weil Du selbst es wolltest und Dich das Thema und alles warum daran hängt interessiert? Uns erschien es nicht so, als wäre Deine Antwort auf unsere letzte Frage ja. Uns erscheint es eher so, dass Du Dich in ein Bild gepresst hast, was man von Dir erwartet hat…. Aber liebe Hannah, es ist DEIN Leben! Und DU musst Dich wohl fühlen!

    Okay, das liebe Geld ist natürlich eine Sache die man braucht. Aber in welchem Ausmaß? Wie viel davon macht uns glücklich und was macht der Weg zu viel Geld mit uns?

    Wir haben das Gefühl, dass Du an einem Punkt bist, an dem Du mal einen Schritt zur Seite gehen musst und Dir eine einzige Frage beantworten musst: Willst Du das, was Du studierst und was daraus resultieren wird Dein Leben lang machen? Wenn ja: zieh es durch! Mit allem was dazu gehört, mit allen Risiken und Nebenwirkungen! Wenn nein: Du bist jung! Schmeiß den Scheiß hin und mach was Neues! Mach was das Dich glücklich macht! Das Dir keine Angst macht und Dich Dein Leben in schillernden Farben sehen lässt!

    Denn genau das scheint uns im Moment nicht der Fall zu sein. Keine Farben, keine Lust, keine Freude die Dich zu den anstehenden Entscheidungen antreiben oder die Dich vor Vorfreude auf das Kommende platzen lassen! Eher nur Gedanken, welche Dir die Luft zum Atmen nehmen, die Dich blockieren und in einen Strudel von Ängsten ziehen….

    Warum müssen immer alle studieren? Warum müssen immer alle nach viel Geld streben? Wo bleibt das Glück? Das Leben? Die Liebe?

    Hannah, bei Micha und Eurem Garten scheinst Du uns angekommen zu sein. Angekommen in DEINEM Leben, angekommen mitten in DEINEM Glück!

    LEBE liebe Hannah, LEBE!!!!

    Wir hoffen wir konnten Dir ein paar Denkanstöße geben, die Dir weiterhelfen können.

    Egal wie Du Dich entscheidest, wenn es sich für Dich gut anfühlt, Du gut schlafen kannst und keine Bauchschmerzen hast, dann ist es genau die richtige Entscheidung!!!

    Liebe Grüße
    AnDi

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo AnDi, danke für euren lieben Kommentar 🙂
      Ich habe tatsächlich lange Zeit etwas gemacht und studiert, was mich nicht zufrieden gemacht hat. Mein neues Problem (wie sich das anhört O_o ) ist aber eher, dass ich etwas gefunden habe, was mir sehr viel Spaß macht und mich fordert – aber ich scheine es nicht unter einen Hut zu kriegen mit dem Leben, welches ich derzeit führe! Sämtliche Studienorte für etwas, dass ich sehr mag, sind endlos weit weg von dem, was ich noch viel mehr liebe!

      Ab und zu überkommt mich da eine gewisse Hilflosigkeit und das Gefühl, egal was ich tue, „eh eine falsche Entscheidung zu fällen“… an anderen Tagen lebe ich den Augenblick und versuche, die Zukunft als das zu sehen, was sie ist: Zukunft 🙂 Das scheint mir auch die beste Möglichkeit zu sein, mit so einer schwierigen Entscheidung umzugehen. Zumindest, solange sie noch nicht real ansteht 🙂

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für eure lieben Worte!

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  6. Hallo Hanna, mit meinen schon wahnsinnig alten 39 Jahren habe ich nur 3 Tipps: 1. Mit Lebensfreude und Gelassenheit darauf vertrauen, daß das Leben für Dich viel Gutes bereithalten wird. 2. Abwarten können. Vieles erledigt sich von selbst, wenn Du den Dingen ein wenig Zeit gibst. 3. Sich nicht von anderen unter Druck setzen lassen, und sich selbst nicht unter Druck setzen. Ein bißchen „Laisser-faire“-hat noch nie geschadet, ist gut für´s Gemüt und hilft beim Einschlafen. Und wenn ich Dir irgendwie beim Aufheitern helfen kann: http://www.sonneundwoelkchen.de 🙂 Sonnige Grüße Maria

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    1. Liebe Maria,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar 🙂 Ich habe mich gerade schon auf deinem schönen Blog etwas umgesehen 😀

      Besonders deinen Tipp 2 werde ich mir zu Herzen nehmen! Ich bin wohl ziemlich schlecht darin, abzuwarten, da ich lieber von vornherein alles unter Kontrolle habe! Und dadurch mache ich mir deutlich mehr Druck, als eigentlich nötig wäre 😦

      Das mit dem Aufheitern hat schon funktioniert 😀 Vielen Dank dafür 😉

      Liebe Grüße!

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      1. Liebe Hannah, Das Leben hält so viele Überraschungen bereit … und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich war eine supergute Streberabiturientin, dann eine richtige Partymaus, habe mit knapp 21 ein großartiges ungeplantes Wunschkind bekommen, hab´ Studium und Kind mit jugendlicher Leichtigkeit super unter einen Hut bekommen, dann 4 Jahre in einer Unternehmensberatung gearbeitet und 60-Stunden-Wochen geschoben, mich vor 13 Jahren selbstständig gemacht, weil ich viel mehr Zeit für meinen Sohn haben wollte, habe nun seit vielen, vielen Jahren eine Eventagentur … und nun macht mein mittlerweile riesengroßes Kind Abitur… und ich schau mal, was das Leben für mich an neuen Überraschungen bereit hält 🙂 … Meine Devise: „Wird schon!“ … irgendwann fügt sich´s fast immer… Manchmal dauert´s halt nur ein Weilchen 🙂 Sonnige Grüße

        Gefällt 1 Person

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