Artischockierend!!!

… was diese Artischocken so machen!! Wirklich, da dachte ich immer, Artischocken sind anspruchsvolle Pflanzen und gelingen nur gaaanz selten! Ich dachte, vielleicht, mit ganz viel Glück, bekomme ich in diesem Jahr eine Knospe zu Gesicht, und dann im nächsten Jahr vielleicht ein paar mehr! Aber mit dem, was jetzt im Artischockenbeet los ist, habe ich nicht gerechnet 🙂

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Artischockenknospe am 27. Juli 2016

Die Artischocken rasten nämlich aus! An den vier Pflanzen habe ich mittlerweile 5 Knospen gefunden, und es ist kein Ende in Sicht 🙂 Auf dem Foto oben seht ihr die größte, aber es sind auch noch ganz viele kleine dran 🙂 Aber jetzt erstmal die Infos: 


 

Nachdem wir Anfang Februar die erste und Anfang März die zweite Ladung Artischocken ausgesät hatten, sind sechs Pflanzen übrig geblieben, von denen zwei bei meinen Eltern im Garten gelandet sind! Auf unserem Beet stehen somit noch vier Artischocken, schön im Quadrat 🙂 Da Artischocken ja so anspruchsvoll und hungrig sein sollen, haben wir das Beet bereits im letzten Winter gut mit Pferdemistkompost frisch vom Ponyhof versorgt. Diese Arbeit macht sich jetzt bezahlt 😀

Eigentlich soll man bis Mitte Mai mit dem Auspflanzen warten, damit die kleinen Artischocken keinen Frost abbekommen. Da unsere Fensterbank aber wirklich überfüllt war, musste eine Pflanze bereits am 22. April nach draußen! Da es lange sehr kalt war, hat diese Pflanze hundertprozentig noch Frost abbekommen – in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen sah sie auch sehr unglücklich aus 😦 Ich habe dann die Hoffnung schon aufgegeben, dass diese Pflanze etwas wird, aber ich hatte ja noch drei weitere 🙂 Die kamen dann Anfang Mai ins Beet. Diese sahen (auch ohne Frost) in den Wochen nach dem Auspflanzen ähnlich mies aus wie die erste! Insgesamt vertragen also Artischocken scheinbar das Auspflanzen einfach nicht so gut… 

Anfang Juni habe ich dann endlich auch die vierte Artischocke ausgepflanzt – so habe ich jetzt den Vergleich, wann es ihnen am besten passt! Und siehe da – während die spät ausgepflanzte noch ihren Auspflanz-Schock verarbeitete, fing die erste schon wieder an, prächtig zu gedeihen! Dabei waren so gut wie alle Blätter erfroren und vernichtet! Die Wurzeln haben scheinbar überlebt, trotz starker Kälte und Frost! Scheinbar gefällt ihnen einfach wirklich das Auspflanzen nicht, danach waren sie alle erst einmal im Wachstum gehemmt. Ein paar Wochen später kommen die Pflanzen aber zuverlässig wieder. Und so haben sich auch alle Artischocken in unserem Garten berappelt, sodass ich jetzt stolze vier Artischocken im Beet haben 🙂 Insgesamt scheint es also relativ egal zu sein, wann genau die Artischocken nach draußen kommen! Sie vertragen etwas Frost und Kälte, aber wachsen auch schnell wieder gut, wenn sie erst später rauskommen! Meine Pflanzen sehen jetzt jedenfalls alle ziemlich gleich aus 🙂 

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Das Artischocken-Braunkohl-Beet nach dem Hagelsturm am 24. Juni 2016
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Artischockenpflanze mit Knospen am 27. Juli 2016 – eine Pflanze hat ganze drei Knospen!

Auf dem gleichen Beet wachsen seit Ende Mai auch kleine Braunkohle der Sorte Rote Palme von Dreschflegel, die mittlerweile wirklich schon zu schönen Palmen werden 🙂 Insgesamt sind davon 9 Stück im Beet gelandet! 

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Die Rote Palme im Vordergrund und hinten die vier Artischocken! Schon ganz schön voll, das Beet 🙂 27. Juli 2016

 

Jetzt habe ich mittlerweile schon so viele Artischockenknospen, und hatte eigentlich doch mit keiner einzigen gerechnet 😀 Glück im Garten Eden 🙂 Ich glaube aber, dass ich die ersten Knospen erst einmal blühen lasse, denn der Garten gibt gerade so viel zu essen her, dass für Artischocken da gar kein Platz mehr ist 😀 Außerdem habe ich noch nie eine Artischockenblüte gesehen und bin sehr gespannt, was da herausgkommt! Die Bienen sind auf jedenfall jetzt schon ganz wuselig und versuchen, in die Knospe zu krabbeln (was natürlich nicht klappt) 🙂 Sobald die erste Blüte sich zeigt, werde ich auf jeden Fall wieder ein paar Fotos machen und berichten 😀

Fazit erstmal: Artischocken wachsen wunderbar auf gedüngten Beeten und vertragen sogar Frost!  Auspflanzen und auch umtopfen vertragen sie nicht, also bestenfalls nur einmal umsetzen! Gegossen werden müssen sie scheinbar nicht 😉 Bei meinen Eltern wachsen sie übrigens auch sehr gut in einem großen Topf! Insgesamt ein spannendes und lohnenswertes Experiment 😀

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9 Gedanken zu “Artischockierend!!!

    1. Auf einer Pizza schmeckt sie bestimmt gut! 😀 Hast du auch welche blühen lassen? Ich freue mich schon so auf die Blüte, und bin gespannt, was die Bienen dann für einen Tumult veranstalten 😀

      Ich habe gestern Abend nochmal geschaut, und da sogar schon 7 Knospen insgesamt gezählt 😀 Also bleiben sogar wohl noch einige, die ich essen kann 😀

      Hast du in diesem Jahr gar keine Artischocken mehr?

      Liebe Grüße!

      Gefällt mir

  1. Das ist in der Tat sehr spannend, ich habe den Beitrag mit Interesse gelesen obwohl ich wahrscheinlich nie Artischocken anbauen werde. Total üppige, schöne Pflanzen und es bestätigt u.a. mal wieder was ich auch immer wieder feststelle und berichte: fette Erde ist das A und O.
    (Ach, und um eure unkrautfreien Wege beneide ich euch etwas, da wäre bei uns nicht dran zu denken – trotz Baumschulvlies und Holzhäcksel dringt die Quecke durch)

    LG Oli

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    1. Warum wirst du denn keine Artischocken anbauen? Ich bin ganz begeistert von ihnen, obwohl ich zugeben muss, dass der Platz in einem echten Selbstversorger-Garten besser anders genutzt werden könnte (z.B. für einen Kartoffelacker oder so…). Naja, ein bisschen Spaß muss sein 😀

      Unsere Wege sehen auch wirklich nicht überall so unkrautfrei aus O_o Das wär schön 😀 Aber mit den Holzhäckseln funktioniert das unterdrücken des Unkrauts sehr gut! Und: auf den stark mit Mist gedüngten Beeten wächst ebenfalls kaum Unkraut! Da ist ihnen der Boden wohl zu „stark“…. Vielleicht muss Pferd Florian vom Ponyhof um die Ecke dann im nächsten Winter noch ein bisschen mehr Mist abgeben 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Bislang mochten wir Artischocken einfach nie, deshalb brauche ich sie nicht anbauen. Kartoffeln haben wir irgendwie immer zuviel, an der Verteilung der Kulturen arbeiten wir eh beständig. Jedes Jahr ist nicht nur die Art des Gemüses und die Menge anders, sondern auch unser Appetit. 😉 Das ist schwierig. Holzhäcksel hatten wir auch mal an einer Stelle pur auf dem Boden, es ist besser als nichts, viel besser aber gegen Quecke hilft es selbst bei 20cm Dicke nicht. Daher machen wir Baumschulvlies und darauf Schreddergut bzw. Rindenmulch. Da wächst dann zwar auch Quecke durch aber weniger und wenn der ganze Nutzgarten rings um die Beete irgendwann derart dicht ist, hoffen wir der Lage Herr zu werden.
        Und Mist kann man eh nicht genug haben, da hast du recht
        Liebe Grüße zurück

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  2. Na, das sieht ja traumhaft aus! Eine Artischocken-Schwemme, wer hätte mit sowas gerechnet?!?! 😀 Herrlich!
    Die Blüten der Artischocke sind sehr schön, wir kennen sie als lila blühende Variante. Die Blüte selbst hält sich lange als Schnittblume, aber da wären die Bienen wahrscheinlich sehr enttäuscht. Wo sie sich doch schon jetzt so sehr drauf freuen!
    Wir sind auf weitere Fotos gespannt und freuen uns mit Euch über den tollen Erfolg!
    Liebe Grüße
    AnDi

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