Erbsenbilanz 2016

Und schon wieder ist es so weit, ein Beet wird leergeräumt 🙂 Nach dem Bohnenbeet ist jetzt das Erbsenbeet dran, wenn auch mehr oder weniger unfreiwillig. Aber jetzt erstmal von Anfang an:

Nach der ersten Aussaat Ende März und Folgeaussaaten, wann immer mir danach war, hatten wir 6 Reihen Trockenerbsen, 8 Reihen Markerbsen und 2 Reihen Zuckerschoten. Hier ist nochmal der Beetplan, den ich mit paint zusammengebastelt habe 🙂

erbsenbeetplan
Erbsenbeetplan mit paint zusammengeschustert 😀 Die Punkte sollen die Pflanzen sein, der schwarze Strick das Rankgitter für die Erbsen… Die freien Reihen sind für die Mairübchen gedacht, die erst später ins Beet kommen sollen

 

Im Nachhinein wissen wir jetzt: das war viiiel zu dicht! Mit je zwei Reihen Erbsen pro Draht lief es ganz gut, aber die Rettiche und Rübchen dazwischen haben schon viel Platz weggenommen. Im nächsten Jahr also mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Reihen weniger auf 4,5m! Die Anordnung war aber in diesem Jahr super, es ließ sich alles leicht ernten! Im vorigen Jahr hatten wir die Drähte ja quer durchs Beet, sodass man nur ganz schlecht an die Erbsen hinter dem Gitter herankam. Diese Änderung war also eine gute Sache 🙂

Ungefähr einen Monat haben die Erbsen gebraucht, um zu halbwegs vernünftigen Keimlingen zu werden! Leider sind von den Zuckerschoten nur ganz wenige aufgegangen, sodass wir dort ständig nachgesät haben! An dieser Stelle im Beet war auch ein riesiges Ameisennest, vermutlich hat es dran gehapert 😦 

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Kleine Erbsenkeimlinge am 14. April 2016
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Junge Kleine Rheinländerinnen am Rankgitter, 15. Mai 2016

Die Rettiche, Rübchen und der Dill sind wunderbar aufgegangen! Leider ist der Dill auch genauso schnell wieder eingegangen, es war ihm da wohl doch zu eng zwischen den Erbsen 😦 Über die Rübchen habe ich ja schon berichten, die haben sich auf jeden Fall gelohnt (siehe hier)! Aber auch der Rettich hat uns eine reiche Ernte beschert:

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Rettich „Frühlingsgruß“ im Mai

Ende Mai entdeckten wir dann die ersten Blüten an den Erbsen! Und wenn die Erbsen erst einmal blühen, dauert es nicht mehr lange bis zur Ernte 😉 Mitte Juni haben wir die ersten Markerbsen (Kelvex und Remus)und Zuckerschoten (Delikata) geerntet und eine leckere Frittata daraus gemacht! Das ist nicht zu vergleichen mit den gekauften Erbsen aus dem Supermarkt! Die frischen vom Strauch haben einfach einen unvergleichlichen Geschmack!! Also: Erbsen sind ein fester Bestandteil in unserem Garten, sowohl Mark-, Zucker- als auch Trockenerbsen! 

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Erbsenpracht am 3. Juli 2016
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Das Erbsenbeet nach dem Hagelsturm – ganz schön Schlagseite haben die Pflanzen 😀 24. Juni 2016

Bis jetzt haben wir immer noch regelmäßig von allen Erbsen geerntet, auch wenn, wie gesagt, die Zuckerschoten gar nicht gut gekommen sind! Insgesamt haben wir deutlich mehr eingefroren als im letzten Jahr! Somit haben wir jetzt als Wintervorrat stolze 800g tiefgefrorene Markerbsen…

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Markerbsen Kelvex und Remus! Ernte des Jahres 2016 🙂
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…stolze 800g Erbsen 🙂 Das ist eigentlich gar nicht so übel, kann aber noch mehr werden 😀

 

…und ungefähr 200g Trockenerbsen oder Palerbsen. Das dürfen auf jeden Fall deutlich mehr werden im nächsten Jahr, insbesondere, da das ernten der Trockenerbsen kaum Arbeit macht!

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Zeiners Gelbe und Kleine Rheinländerin – schöne bunte Trockenerbsen im luftdichten Glas 🙂
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200g gelbe und grüne Trockenerbsen! Die Bilanz des Jahres 2016 🙂

 

Noch im letzten Jahr habe ich mich übrigens gefragt, wie man welche Erbsen erntet und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist! Diese Fragen haben sich im Laufe einer Saison alle längst geklärt und gehören mittlerweile zur Routine 🙂 Trotzdem habe ich zum Vergleich nochmal die unterschiedlichen Erbsen fotografiert:

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Erbsenernte 🙂 Hier der Unterschied von Mark- und Trockenerbsen! Die Markerbsen werden frisch gepult und eingefroren. Die Trockenerbsen bleiben am Strauch, bis sie… trocken sind 😀 Dann kann man sie luftdicht verschlossen monatelang aufbewahren 🙂

 

Am liebsten hätte ich im nächsten Jahr noch mehr Erbsen im Beet, aber das wäre dann wohl wirklich zu eng 😦 Aber wer weiß, vielleicht wachsen mit etwas mehr Platz die Pflanzen ja auch noch besser und liefern bessere Erträge! 

Insgesamt haben die Erbsen also eine ganz ordentliche Saison hinter sich! Zwar hat der Hagel sie ein bisschen durcheinandergebracht und manche auch entwurzelt, aber eigentlich war das mehr ein ästhetisches Problem 😀 So haben sie sich trotz Wind und Kälte ganz gut geschlagen, und sogar den Erbsenwickler getrotzt, die uns im letzten Jahr Probleme gemacht haben!

Aber es wäre ja ein Wunder, wenn die Feuchtigkeit den Erbsen gar nichts ausmachen würde, und so mussten wir letzte Woche feststellen, dass ein Pilz unsere Pflanzen erwischt hat! Zum Glück kommt das jetzt ohnehin zum Ende der Erntesaison 🙂 Erst ist es mir gar nicht aufgefallen, da die Pflanzen lediglich etwas blass wirkten – aber irgendwann kam mir dieser Puderzucker-Look doch verdächtig vor, und ich habe die erste Vermutung sofort durch Internetrecherchen bestätigt: 

Echter Mehltau! Ein Pilz, der sich durch einen mehlartigen, abwischbaren Belag auf den Oberseiten der Blätter zeigt:

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Echter Mehltau an den Erbsen, 7. August 2016
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Echter Mehltau – kein Wunder bei einer so verregneten Saison 😦 Zum Glück kam der erst zum Ende der Erbsenzeit! 7. August 2016

 

Somit sind jetzt ganz schnell alle Pflanzen vom Beet gekommen und machen Platz für die Nachkultur! Da steht noch Schwarzer Winterrettich an, sowie Herbst- und Teltower Rübchen, die bereits unter der Erde sind, und drei verschiedene Sorten Feldsalat 🙂 Wir wollen schließlich im Winter auch etwas Frisches ernten, auch wenn wir noch 1kg Erbsen auf Lager haben 😀

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4 Gedanken zu “Erbsenbilanz 2016

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