Leben schaffen

Auch wenn sich hier auf dem Blog in letzter Zeit nicht so viel getan hat, so hat sich in unserem Leben doch einiges verändert. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich schon im Frühjahr Zweifel daran hatte, wie es mit uns weitergehen soll… (hierIm Sommer sind wir dann umgezogen und es hat sich erneut für uns so einiges verändert… (hier) Wir haben in diesem Sommer einiges überlegt, was sich ändern könnte. Und zu unserem großen, großen Glück, hat sich kurz darauf schon so einiges geändert:

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Seit August diesen Jahres wissen wir, dass wir bald nicht mehr zu zweit im Garten sein werden 🙂 Seit August geht deshalb bei uns so einiges drunter und drüber, weil wir, ehrlich gesagt, gar nicht so schnell damit gerechnet hatten, dass sich ein kleines Wesen in unser Leben einmischen wird 🙂 Ein bisschen überrumpelt hat es uns schon, obwohl wir es uns so sehr gewünscht haben! 

Vor allem ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, mich an den vollkommen neuen Gedanken zu gewöhnen! Da hoffe ich ein knappes Jahrzehnt, blooooß nicht schwanger zu werden, nehme Pillen und dies und das… und dann wünscht man es sich plötzlich so sehr! Ein wenig verwirrend ist das – wegen 10-jährigem Pillenkonsum und pi pa po habe ich wirklich nicht damit gerechnet, dass wir so schnell Glück haben! Die ersten Wochen hatte ich auch noch große Angst vor einer Eileiterschwangerschaft und habe wirklich nur die engsten Freunde und Familie eingeweiht! Seitdem entwickelt sich unser Würmchen aber prächtig – und je stärker und öfter ich das kleine Wesen in mir trampeln spüre, umso wirklicher wird dieser Gedanke für mich, und umso größer auch die Vorfreude auf das, was da auf uns zukommen mag! 

Ich will nun auf diesem Blog wirklich nicht viel über Familienleben und Schwangerschaft berichten – es wird wohl alles mehr so nebenbei einfließen 🙂 Aber dieser Beitrag ist mir sehr wichtig, da ich, glaube ich, mit vielen Zweifeln gar nicht alleine bin!

Fast hatte ich in unserer Gesellschaft, in dem der Lebenslauf der jungen Leute stets perfekt straight-forward und harmonisch sein muss, das Gefühl, dass man als wirklich emanzipierte Frau keinen Kinderwunsch hegen darf. Babys sollte man nicht süß finden und sowieso möglichst viel männliches Zeug machen, damit man so richtig emanzipiert ist! Vielleicht ist es nur meine persönliche Empfindung, aber mich hat dieser Gedanke und meine eigene Sehnsucht nach einem (nein, vielen!) Kindern, innerlich ziemlich zerrissen! Nun mache ich also meine Babypause, und eigentlich habe ich nicht vor, das Würmchen mit drei Monaten in die Hände einer Tagesmutter zu geben! Bin ich jetzt wirklich unemanzipiert? Oder vielleicht gerade emanzipiert, weil mir diese gesellschaftlichen Anforderungen irgendwie wurscht sind? Muss ich denn die Karriere-Power-Frau sein, nur um es der Welt „gezeigt“ zu haben? Und wenn ich selber gar keine Freude daran habe?? Ich weiß es nicht – ich möchte wahnsinnig gerne weiter studieren und weiß nicht, wann und wie das möglich ist. Karriere ist mir nicht so wichtig, aber lernen würde ich schon gerne… Naja, vermutlich kann ich da wieder nichts anderes tun als abzuwarten, was kommt! Pläne sind mit Baby im Anmarsch wahrscheinlich nur schwer zu machen 🙂 

Aus diesem Grund und weil es mich so sehr überrumpelt hat, konnte ich mich mit dem Baby-Gedanken erst nicht so richtig anfreunden. Jeden Welpen fand ich süßer als fremde Babys (wobei das vermutlich ein gesunder menschlicher Reflex ist 🙂 ). Dieses Wesen wächst jetzt in mir – und für 9 Monate wird mein Körper jetzt nicht mehr mein eigener sein? Und was ist, wenn ich doch mal ein Stückchen Schimmelkäse essen will? Oder einen Wein zum Flammkuchen? Was ist, wenn meine Figur nie wieder wird, wie sie war? Und was wird aus unserer Beziehung, die zu zweit ziemlich perfekt war! Was wird daraus, wenn sich ständig ein dritter einmischt? Können wir uns ein Baby überhaupt leisten, ohne festes Einkommen? 

Die Antworten darauf muss wohl jeder selbst finden. Für unsere Beziehung nehmen wir uns vor, feste Zeiten zu zweit einzuplanen, und das Baby nicht immer on top zu stellen. Die Einkommenssache ist glaube ich ein Problemdenken einer relativen Luxusgesellschaft. Das Baby wird es nicht groß kümmern, wenn seine Kleidung 2nd Hand ist. (Hoffe ich jedenfalls 😉 ) Klar, will jeder das beste fürs eigene Kind – aber weniger reicht eben auch! Um diesen Punkt mache ich mir also kaum noch Sorgen – wir haben schon so viele Dinge über ebay oder sonstige Märkte günstig oder umsonst bekommen und dabei noch wahnsinnig nette Menschen kennengelernt! Auch die vielen Fair-Kaufhäuser und wie sie heißen sind voll von günstigen, guten Dingen, die Baby so braucht! Also, keine Sorge mehr 🙂

Und was ist mit mir? Ich dachte immer, wenn ich mal schwanger bin, soll Micha auch keinen Alkohol trinken dürfen, dass wäre nur gerecht… Schließlich muss ich ja auch darauf verzichten. Nun, für ein paar Tage habe ich vielleicht noch so gedacht… Und jetzt erkenne ich das große Privileg, ein Baby in meinem Bauch zu spüren! Jede größere Bewegung, jeden Wachstumsschub, bekomme ich direkt mit, während mein Mann nur zuschauen kann! Jetzt habe ich tatsächlich eher ein schlechtes Gewissen und versuche, es Micha irgenwie zu ermöglichen, an diesen grandiosen Gefühlen teilzuhaben! Da kann er ruhig essen und trinken was er will, ich würde nicht mit ihm tauschen wollen! Gut, mir ging es auch bisher wirklich gut in dieser Schwangerschaft, ich hoffe, dass das so bleibt 🙂 

Mittlerweile ist unser Würmchen im Bauch 18 Wochen alt, wir wissen immer noch nicht, was es wird, freuen uns beide aber schon riesig auf das kleine Wesen 🙂 Die Hälfte der Schwangerschaft ist bereits um und im nächsten April können wir es dann in den Arm nehmen! Wir freuen uns so sehr und sind gleichzeitig verblüfft darüber, dass wir beide neues Leben erschaffen können. Dass, was uns jedes Jahr im Frühling im Garten so sehr fasziniert, erlebe ich plötzlich am eigenen Körper! Mittlerweile genieße ich (fast) jeden Augenblick von diesem Wunder 🙂 Und so überbrücke ich die Winterpause im Garten also mit Baby im Bauch und hoffe, dass ich im nächsten Frühjahr genug Zeit für pünktliche Aussaaten und im Sommer dann für schöne Gartentage habe…

Dann zu dritt 🙂 

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21 Gedanken zu “Leben schaffen

    1. Danke sehr für deine Glückwünsche 😀 Ich hoffe auch, dass das Würmchen prächtig gedeiht! Bis jetzt kündigt es sich wirklich quicklebendig und putzmunter an 😀
      Bei drei Kleinen hast du ja bestimmt einiges an Erfahrungen sammeln können 🙂 Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das Leben so wird 😀
      Liebe Grüße!

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    1. Danke dir für die Glückwünsche 🙂 Ich bin dir grad sehr dankbar für deine wöchentliche Dokumentation, die ich jetzt sehr interessiert lese 😀 Ich bin leider zu faul, jede Woche zu berichten, aber es muss toll sein, nachher so ein Tagebuch der Schwangerschaft zu haben! Alles Gute dir und deinen beiden kleinen Wundern 🙂
      Liebe Grüße!

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  1. Glückwunsch! Glückwunsch! Glückwunsch! 🙂 🙂 🙂

    Ob Du eine Karrierefrau sein musst? Nein! Davon gibt es genug! Ob Du eine emanzipierte Frau sein musst? Nein! Davon gibt es auch schon genug! Ob Du eine Helikopter-Mutter sein musst? Nein! Davon gibt es ebenfalls schon genug!

    Also, was musst Du dann sein um in diese Welt zu passen? Hannah! Einfach Hannah! Und zufrieden mit Deinen Entscheidungen, glückliche Momente auskostend, das Leben lebend! Das musst Du sein und nicht mehr! Keine Frau, die Vorstellungen anderer Menschen nachrennt und entsprechen will. Keine Frau die sich in irgendein Bild pressen lässt. Sondern eine Frau, die ihren eigenen Weg geht! Eine Frau die sie selbst ist!

    Und wir sind überzeugt, dass es dem Baby schnurzpiepsegal ist, ob es Kleidung aus 1., 2. oder auch 3. Hand trägt, es will einfach nur geliebt und beschützt werden! Und mal ehrlich, die Zwerge wachsen so schnell aus den Klamotten raus, dass es kein Mensch sieht ob da zwei oder drei Babys drin gesteckt haben. Die Kleinen machen die Sachen ja nicht kaputt (wie auch)!

    Wir freuen uns mit Dir und Micha!!! Ihr macht das schon!

    LG
    AnDi

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  2. Oh! Herzlichen Glückwunsch!
    Ich kann so gut nachvollziehen, was du über das hin– und hergerissen sein schreibst. Ich arbeite gerne, habe mich aber auch bewusst für ein Kind entschieden. Nach 8 Monaten allerdings fiel mir die Decke auf den Kopf, ich wollte wieder arbeiten gehen, weil ich es für mich gebraucht habe. Mit 13 Monaten war meine kleine in der Krippe und sie hat sich prächtig entwickelt und ich liebe sie sehr. Natürlich beeinflussen Kinder die Partnerschaft. Aber wenn ihr beide es wolltet vertraut einfach darauf, dass ihr euch gegenseitig eine Stütze seid. Und es gibt nichts tolleres, als sein Kind zu halten, sein Lachen zu hören und wenn es älter ist seine fantastischen Erklärungen der Welt 🙂 Tatsächlich sehne ich mich aber auch gerade wieder nach diesem Gefühl neues Leben in mir zu tragen, dieses innige Gefühl zu spüren… Also mal sehen wann bei mir Kind Nummer 2 unterwegs ist 😉

    Alles Gute für den weiteren Schwangerschaftsverlauf!
    Jacqueline

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    1. Danke für die Glückwünsche 🙂 Ja, ich bin gespannt wie lange es dauert, bis mir die Decke auf den Kopf fällt… Zum Glück bin ich als Studentin ja recht flexibel und kann auch Zuhause ne Menge „arbeiten“ oder ansonsten recht einfach Pausen machen, wenn es nötig ist 😀

      Ich höre so viele Eltern mit so viel Begeisterung von Kindern reden, dass ich es kaum abwarten kann, bis unser Würmchen endlich auf der Welt ist! Und ja, vermutlich werde auch ich dann das Gezappel und Getrampel und Geboxe in mir ziemlich schnell wieder vermissen XD Deine Sehnsucht kann ich jedenfall jetzt schon gut verstehen 😉

      Liebe Grüße!

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  3. Ooooh, wie wunderbar! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für euch drei!

    Da Schwangerschaften in unserer Gesellschaft gefühlt tatsächlich eine Ausnahmesituation sind, haben „erfahrene“ Mütter (wie ich – haha) ja meistens den Drang, werdende Mütter zuzutexten und mit ihrem Wissen zu glänzen. Ich versuche mich deshalb, zurückzuhalten, und beschränke mich auf zwei Dinge:

    1. Emanzipation – vor diesen Fragen habe ich ja auch sehr intensiv gestanden (Akademikerin, hohe Erwartungen von mir selbst und dem Umkreis, usw. usw.). Ich habe mir das vor den Schwangerschaften definitiv anders vorgestellt, als es sich letztlich entwickelt hat, denke aber, dass man da einfach offen sein muss – für das, was man selber schaffen kann (nicht nur intellektuell, sondern insgesamt!), für das, was das Baby braucht und vor allem für das, was man als richtig empfindet. Eigentlich macht die Emanzipation es ja gerade aus, dass man alles machen darf, was man will/kann – also auch einem traditionellen Rollenbild folgen, wenn das für einen selbst am besten funktioniert. (Aber natürlich muss man sicher trotzdem dafür rechtfertigen. :/)

    2. Second Hand – das ist dem Baby in der Tat völlig wurscht. Die Bedürfnisse liegen in der Zeit definitiv noch nicht im modischen Bereich. 😉 Meine Jungs haben größtenteils Klamotten getragen, in denen dereinst in den frühen 80ern mein Bruder und ich mit unseren Windelpopos steckten. War ihnen total egal (und alle potenziellen Giftstoffe waren schon lang rausgewaschen. Und wer weiß, was in 6 Jahren ist!

    So oder so, genieß die Zeit – und auch die Fragen und die Zweifel. Die gehören eben dazu. Das wichtigste ist glaube ich wirklich, ehrlich zu sich zu sein und seine Bedürfnisse zu erkennen. Dafür ist die Schwangerschaft eine gute Zeit – ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich habe erst da angefangen, mehr auf meinen Körper zu hören und auch mal lieb zu mir zu sein, wenn’s mal nicht so dolle geht, statt immer durchhalten zu wollen. Und das bleibt auch hinterher so. Ob du dann eine Weile nur Elternzeit machst oder doch eine liebe Tagesmutter suchst, ob du weiterstudierst oder ein Buch schreibst oder ganz was Anderes macht, ob du pünktlich aussäst oder halt eine Weile den Garten sich selbst überlässt… es findet sich.

    Ich habe deinen Eintrag jedenfalls total gern gelesen, weil so viel Begeisterung daraus spricht. Das steckt richtig an. Alles, alles Gute weiterhin!
    Christiane

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    1. Vielen Dank für deine Glückwünsche! 🙂 Ich bin eigentlich ziemlich froh, von erfahrenen Müttern etwas zu hören… In meinem Bekanntenkreis gibt es leider so wenige davon, das ist wirklich schade 😦 Da stecken bestimmt auch viele in diesem Emanzipations-Dilemma und haben keinen Raum für Familie und Beziehung… Naja, vielleicht gibt es das ja auch, aber meine Hormone waren in den letzten Jahren eindeutig auf Kinder aus XD Auch wenn das Studium sehr viel Spaß macht, irgendwie reichte das nicht… Ich hoffe zwar sehr, dass es damit schon bald weitergeht, aber jetzt gerade versuche ich auch, keine großen Pläne zu machen 😀

      Ja, die Schwangerschaft scheint mir eine gute Zeit, sich selbst nochmal ein wenig zu verändern. Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass es sich auch ohne Alkohol wirklich sehr gut leben lässt XD Oder, dass man besser doch etwas zu Mittag essen sollte, statt die 2€ Mensa-Geld auch noch sparen zu wollen 😀 Man sieht sich selbst plötzlich in einem ganz anderen Licht 🙂

      Vielen Dank für deine lieben Worte!
      Liebe Grüße!

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      1. Dann ist’s ja gut! Ich möchte nur nicht nerven mit meiner Begeisterung. In meinem engeren Bekanntenkreis sind die erfahrenen oder werdenden Mütter auch noch recht rar, deshalb habe ich so ein bisschen Sorge, mich dann zu extrem auf das Thema zu stürzen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ja, in der Hinsicht gibt es wirklich ein Emanzipationsdilemma. Wobei ich das inzwischen auch schon wieder von einer anderen Seite betrachte und denke, das eigentliche Problem ist, dass die Erwartungshaltungen in der Hinsicht sehr einseitig gewachsen sind. „Kind und Karriere“ wird immer als Gegensatz oder als Frage der Fremdbetreuung betrachtet. Und das nur (oder vor allem auch), weil längere Auszeiten vom Beruf als „Lücke im Lebenslauf“ und Karrierehindernis wahrgenommen werden. Dabei ist das doch Blödsinn. Die Gesellschaft (TM) müsste einfach mal akzeptieren, dass man nicht immer sofort möglichst schnell und lückenlos „einsteigen“ muss. Weder als Mann noch als Frau.

        (Passt irgendwie auch in die Selbsterkenntnis-Ecke. Man merkt plötzlich erst, wie sehr man sich unnötig unter Druck setzt – ob es nun darum geht, die 2 € für die Mensa zu sparen, weil Mittagessen ist ja eh Luxus, oder ob man immer meint, irgendetwas ganz dringend unbedingt schnell sofort erledigen zu müssen, statt sich einfach mal mehr Zeit zu gönnen und es dann halt erst in Ruhe in Etappen zu machen…)

        Wenn das Studium dir Freude macht, wirst du sicher einen Weg finden, das mit Kind fortsetzen zu können. Angeblich soll das Studium sogar eine ganz gute Zeit zum Kinderkriegen sein, auch wenn das die Arbeitsbelastung natürlich erhöht (aber das tut es ja so oder so). Es soll ja auch Dozenten geben, die Babies in ihren Vorlesungen wohlwollend dulden (hängt natürlich auch vom Fach ab, klar – im Sprachlabor ist das kein Problem, im Chemielabor schon…). Ich hatte damals (TM) eine Kommilitonin, die regelmäßig ihr Baby im Tragetuch mitbrachte und bei Bedarf einfach „andockte“. Das wird natürlich schwerer, wenn so ein Zwerg entdeckungsfreudiger wird bzw. seine Zeit nicht mehr nur mit schlafen, gucken und gestillt werden verbringt. Aber manche Unis bieten ja sogar Kinderbetreuung an, und Freisemester sind ja auch eine Option… wie auch immer, du wirst das Kind schon schaukeln. Und das sogar im Wortsinn. Wie die weise Oli sagt, wenn zwei sich einig sind, findet sich bestimmt ein Weg.

        Also weiterhin alles Gute!

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      2. Es ist schön, das zu lesen 🙂 Wir haben auch kurz nachgedacht, wann eigentlich der „perfekte“ Zeitpunkt wäre, und dann festgestellt, dass das wohl erst in unserem Rentenalter wäre… Und da kam uns die ganze Sache mit dem Druck und Stress, den man sich selber macht, doch leicht absurd vor XD Sich, einzureden, man hätte einem Kind nichts zu bieten, obwohl man es sich so sehr wünscht, ist irgendwie verrückt… Als ob dem Baby Materielles wichtiger wäre als Eltern, die es lieben! Was geht da nur in den Köpfen vor? Ich bin jedenfalls jeden Tag glücklicher mit unserer Entscheidung 😀

        Liebe Grüße!

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      3. Das freut mich so sehr. Diese ganze Rechnerei sieht ja erst einmal waaahnsinnig verantwortungsbewusst und vernünftig aus. Aber wie du sagst, das wichtigste sind Eltern, die das Kind lieben. Und alles Weitere kann man ohnehin nicht mit 100%iger Sicherheit planen – was dann letztlich die Suche nach dem perfekten Zeitpunkt ohnehin sinnlos macht.
        Ich hab ja den „Fehler“ gemacht, unmittelbar nach Abgabe der Magisterarbeit schwanger zu werden (Sohn Nr. 1 war während der Prüfungen schon in meinem Bauch, vielleicht ist er ja deshalb so ein intellektuelles Kerlchen geworden ;)), habe also den ach so wichtigen sofortigen Übergang von der Uni zur Festanstellung verpasst. Klar mache ich mir manchmal Sorgen, ob ich überhaupt irgendwann noch berufliche Sicherheit erreichen kann. Aber ich würde die Kinder nicht missen wollen, das ist ein solcher Schatz – und als Geisteswissenschaftlerin hätte ich vermutlich eh keinen einfachen Einstieg gehabt. Was bringt es also, sich Stress zu machen. Ihr macht das also aus meiner Sicht genau richtig! 🙂
        Ganz liebe Grüße zurück!

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  4. Herzlichen Glückwunsch! Es klingt im Zusammenhang sehr folgerichtig, dass es jetzt passiert. Solange hier bei euch seid und bei eurem Baby, wird sich alles finden und ihr werdet das Leben für eure Familie richtig und passend einrichten – das ist meine feste Überzeugung.
    Feste Pläne finde ich persönlich entbehrlich im Falle des Familiennachwuchses, es ändert sich eh alles und ein jeder muss/kann/soll in die neue Situation hineinwachsen. Was die Zweifel angeht sind das zum Teil die ‚Errungenschaften‘ der modernen Gesellschaft, schnell hat man als Frau nun schon Schuldgefühle nicht schnell genug wieder in das Hamsterrad einzusteigen, bevor das Kind überhaupt da ist. Kennt wohl jede und kann echt ätzend sein. Eine gute Gelegenheit noch mal gegenzuprüfen, inwieweit die eigene Einstellung, die eigenen Werte überhaupt von aussen beeinflusst werden sollten.
    Ich bin ja spät Mutter geworden, habe mich vorher beruflich ein wenig bewiesen und einiges erlebt, aber eines kann ich mit Gewissheit sagen: ich würde immer wieder bindungsorientiert und familienorientiert entscheiden. Nie wieder kann man soviel Gutes tun, soviel Einfluß auf die Entwicklung eines Lebens nehmen wie in den ersten Jahren. Beruflich sind wir alle ersetzbar, als Elternteil nicht.
    Ihr macht das sicher total geschmeidig, ich freue mich so für euch! 🙂
    Und wie ich schon mehrmals sagte: wenn 2 Leute sich einig sind, ist sooo vieles möglich. 🙂
    Liebe Grüße von Oli

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    1. Vielen Dank, liebe Oli, für deine Glückwünsche 🙂 Je mehr Tritte und Boxer ich spüre, umso sicherer bin ich mir, dass alles richtig so ist und umso weniger Zweifel gibt es bei uns! Eigentlich können wir es mittlerweile kaum noch abwarten XD

      Dieser ganze Stress, den man sich macht, weil man gezwungenermaßen kurze Zeit aus dem Hamsterrad aussteigen muss, ist schon erschreckend! Wie ist es bloß so weit gekommen? Dass ein so wunderbares und wertvolles Erlebnis fast zu einem Störfaktor im Leben gemacht wird… Das ist irgendwie tragisch 😦

      Naja, zum Glück sind Micha und ich ja auch eher Menschen, die dieses Hamsterrad ohnehin hinterfragen und somit mittlerweile vollkommen zufrieden mit unserer Entscheidung 🙂 Jeder neue Tritt vom Würmchen löscht einen Zweifel mehr aus und löst noch mehr Begeisterung für dieses unfassbare Wunder aus 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Ich gebe dir 200% recht liebe Hannah, der Stress, die Gedanken überhaupt sind erschreckend. Selbst wenn man nicht nur kurz aussteigt, sondern ein Kind nach dem anderen bekommt und gar nicht wieder einsteigt sondern sich ’nur‘ um das wichtigste, die Familie kümmert, ist er unnötig denke ich. Aber vielleicht würde ich das auch anders sehen, wenn ich vorher kein eigenes Geld verdient hätte. Wobei: Geld? Was genau hat das eigentlich noch mal damit zu tun? 😀
        … wenn 2 sich einig sind …
        Einer der vielen Beiträge die ich mal geschrieben und bislang nicht veröffentlicht habe handelt von genau diesem Thema und meine Co-Autorin und ich landen auch immer wieder bei dem Themenkomplex. Wir als alte ‚Kampfemanzen‘ fragen uns auch „wie konnte es soweit kommen?“.
        Spannend ist, dass ich diesen Zwiespalt derzeit bei recht vielen Frauen beobachte, vielleicht tut sich da was.
        Geniesst euer Wunder. Es ist nämlich wirklich eines. Und: alles.ist.gut. 🙂

        Liebe Grüße auch an den Mann, Oli

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  5. Na das sind ja tolle Neuigkeiten, herzlichen Glückwunsch!
    Kinder funktionieren im Grunde wie euer Garten: Einen Plan zu haben, ist schon ok, aber heißt noch lange nicht, dass er auch so aufgeht 😎 Nicht zu viel erwarten und sich über alles freuen, was kommt.🙈😍

    Rückblickend hätte ich meine Kinder gern während des Studiums gehabt, da war das Leben noch simpel, aber den einen richtigen Zeitpunkt gibt es wahrscheinlich sowieso nie.

    Macht mal schön weiter, so wie Ihr denkt, das passt schon.

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    1. XD Ja, das sind sehr wahre Wort! Vor allem im letzten Jahr haben wir den Garten sooo sehr geplant, und alles ist ganz unvorhersehbar anders gekommen – was aber nicht schlimm war, sondern nur unseren Erfahrungsschatz erweitert hat 🙂

      Je länger das Baby im Bauch bei uns ist, umso mehr kommt es mir wie eine der besten Entscheidungen meines (oder unseres) Lebens vor! Es wundert uns beide, wie man etwas, was man nur vom Getrampel durch die Bauchdecke kennt, schon so gern haben kann XD

      Liebe Grüße!

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  6. Ach wie schön. Da landet man auf einem Blog zum Thema Gartenarbeit und liest dann davon, wie neues Leben entsteht – was natürlich auch absolut zum restlichen Blogthema passt! 😉

    Besonders gelungen fand ich den Gedanken, dass es als z.T. „rückständig“ gilt, wenn sich junge Frauen nichts sehnlicher als Kinder und eine kleine Familie wünschen. Sicherlich war es nicht das Anliegen der Frauenrechtsbewegung, dass man nicht mehr zu seinen innersten Gefühlen stehen darf. Ganz im Gegenteil. Wahrscheinlich ist aber genau das eine der großen Herausforderungen, der sich jede Generation auf’s Neue gegenüberstehen sieht: gänzlich frei von gesellschaftlichen Erwartungen zu seinen Wünschen stehen zu können, ganz gleich was andere davon halten! Es sollte komplett egal sein, ob Frauen die große Karriere im Konzernvorstand anstreben, oder ob Sie lieber ihre Kinder hüten möchten – beides ist absolut legitim und beides sollte möglich sein, ohne dass irgendwer verächtlich die Nase rümpft!

    In diesem Sinne wünsche auch ich Dir von Herzen alles Gute für die Schwangerschaft sowie das kommende Familienleben! Ich hoffe, Ihr genießt eine wunderbare Zeit. 🙂

    Herzlichst, Dein Fritz – der ebenfalls ein Aprilkind ist. Also kann Euer Kind nur wundervoll werden. 😀

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    1. Lieber Fritz, vielen Dank für deine Glückwünsche und den lieben Kommentar 🙂 Wir genießen jeden Augenblick und können es trotzdem kaum abwarten, unser Aprilkind in den Armen zu halten! Ein schöner Monat, um geboren zu werden 🙂
      Ich fand das Thema auch ganz passend zum Gartenblog – da freue und wundere ich mich jedes Frühjahr aufs neue, das aus kleinen Samenkörnchen kräftige Pflanzen werden, die selber Früchte tragen! Und plötzlich merke ich, dass ich selbst gar nicht so viel anders funktioniere XD Ein schöner Gedanke, denn dieser ewige Kreislauf im Garten hat etwas sehr Beruhigendes, finde ich 🙂

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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