Bunte Lichter – Aussaat von Mangold

Ein Dauerbrenner in unserem Garten ist der Mangold Bright Lights. Im ersten Jahr noch als neues, unbekanntes Gemüse. Im zweiten Jahr dann schon als alter Bekannter und mittlerweile als fester Bestandteil, der auf gar keinen Fall fehlen darf! Mangold ist einfach fantastisch! Essbar sind die Stängel, z.B. als spargelartige Gemüsebeilage, und die Blätter, z.B. wie Spinat oder als Pesto. Mir schmeckt beides 🙂 Und das Beste darüberhinaus: Mangold ist traumhaft schön!

 

Um viel Farbe in unseren Garten zu bringen nehmen wir immer das Saatgut der Sorte Bright Lights, welches rote, gelbe, orange, grüne, weiße (und alles dazwischen) Mangoldpflänzchen hervorbringt. Leider fanden wir es bisher immer sehr schwer, Bright Lights in Bio-Qualität und nicht als F1-Hybride zu finden. Deshalb haben wir wieder im Gartencenter wieder zugeschlagen, als wir zufällig welches gesehen haben und wollen es in den kommenden Jahren selbst vermehren. Schande über unser Haupt, weil wir wieder die Falschen unterstützen – aber wenn es klappt, selbst Saatgut zu gewinnen, machen wir das hoffentlich wieder gut 😉

Das Mangoldjahr 2015 und die Flaute 2016

2015, unser erstes Gartenjahr, war ein richtig gutes Mangoldjahr. Nach der Aussaat am 30. März sind fast alle Pflanzen gut gewachsen (siehe hier). Zwar hatten wir im ersten Jahr noch keine wirklich guten Verwendungsmöglichkeiten für den Mangold, aber die haben wir mittlerweile gefunden 🙂 Im ersten Jahr sind die Mangolde in Mischkultur mit Kopf- und Pflücksalaten gewachsen und haben eine ziemlich stolze Größe erreicht. 40cm waren das bestimmt.

Im zweiten Jahr, 2016, säten wir am 4. April aus (siehe hier). Am 22. April kamen die Pflänzchen schon nach draußen, vielleicht war ihnen das zu früh. Jedenfalls sind sie das ganze Jahr über nicht wirklich gut gewachsen. Gut, sie standen auch auf dem ungünstigsten Beet in unserem Garten und insgesamt war das Jahr ja eh nicht so gut.

Aussaat im dritten Gartenjahr am 8. März 2017

In unserem dritten Gartenjahr wollen wir auf jeden Fall wieder so viel Mangold ernten wie im ersten Jahr und fangen deshalb auch rechtzeitig mit der Aussaat an 😉 Außerdem wollen wir die Pflänzchen als Deko auf unserer Hochzeitsfeier verwenden, weshalb der Mangold bei uns in diesem Jahr eine ganz besondere Rolle einnimmt XD Aus diesem Grund haben wir auch etliche Pflanzen mehr ausgesät, als letztendlich in den Garten kommen sollen, nämlich 40 Stück 😀 Dafür haben wir Anzuchtpaletten gekauft (einfach, um mal einen vernünftigen Überblick zu behalten), mit jeweils 10 „Fächern“. Wir haben jeweils zwei Samen pro Fach ausgesät, und das in zwei Paletten – insgesamt also 40 Samen 🙂 Wenn alle „Hochzeitsmangolde“ die Hochzeitsfeier überleben, dann haben wir ziemlich viel Pesto anzubieten 😉 

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In Anzuchterde auf der Fensterbank 🙂 Wir werden die Töpfchen wohl noch mit Folie abdecken, damit die Heizungsluft die Erde nicht ständig austrocknet! 9. März 2017

Erstmal sind wir jetzt aber gespannt, wie sich unser erster Fensterbankbewohner in diesem Jahr entwickelt, und welche Farben diesmal dabei herumkommen XD Ein wahres Überraschungspaket, dieser Mangold 🙂 

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23 Gedanken zu “Bunte Lichter – Aussaat von Mangold

  1. Ich kann deine Liebe für diese Mangoldsorte voll und ganz nachvollziehen. Ich baue den auch schon seit mindestens 2 Jahren in meinem Garten mit viel Erfolg an. Letztes Jahr haben wir mehrere Kilo Mangold geerntet. Das tolle ist ja, dass man immer wieder abernten kann und der Mangold den ganzen Sommer über wächst. Echt eine tolle Pflanze! 😀

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    1. Wow, mehrere Kilo direkt 😮 Habt ihr davon dann viel eingefroren? Wir haben noch eingefrorene Blätter, und ich weiß nicht so richtig, was man daraus wohl gut machen kann… Pesto vielleicht? Hast du da Tipps? 🙂

      Wir lassen den Mangold sogar immer bis ins nächste Jahr stehen, bis er dann irgendwann der nächsten Kultur weichen muss 🙂 Aber bis dahin kann man ihn sogar im Winter gut ernten 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Ja wir haben sogar sehr viel eingefroren. Wir haben die Stiele in etwa 2 cm große Stücke geschnitten (je nachdem wie dick die Stiele waren) und blanchiert vor dem Einfrieren. Die Blätter haben wir grob etwas kleiner gezupft und ebenfalls blanchiert. Wir verwenden den nach dem Auftauen wie Blattspinat. Funktioniert wunderbar! 😉

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  2. Bunten Mangold als Hochzeitsdeko zu nehmen finde ich eine klasse Idee, in dem Sinne wünsche ich natürlich besonders viel Erfolg bei der Anzucht! Bei Dreschflegel wäre euch doch aber geholfen worden bez. ‚Bright Lights‘ in bio? http://www.dreschflegel-shop.de/blattgemuese/mangold/1795/mangold-bright-lights

    Ich selber kaufe manchmal auch notfallmässig bei Firmen, die an sich keinerlei Unterstützung verdienen und kein bio anbieten, neulich ‚musste‘ ich morgens früh un-be-dingt Steckzwiebeln kaufen, na, und unser Landhandel führt natürlich auch nur Monsanto-Filiae & Co.

    LG Oli

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    1. Oooh, Mist, das haben wir übersehen!! Bzw bin ich mir ziemlich sicher, dass es den vor zwei Jahren dort noch nicht gab!! 😦 Jetzt haben wir dort gar nicht mehr gesucht…
      Ich hoffe aber, dass es der letzte Mangold-Kauf dieser Art war, das Saatgut lässt sich ja (glaube ich) relativ leicht selbst vermehren! Hast du das zufällig schonmal gemacht? 😉

      Liebe Grüße!

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      1. Nee, ich hatte vor, meinen Prachtmangold zu vermehren. Las dann aber, dass man bei Mangold, Beten und Artverwandten um die 15 Pflanzen aussamen lassen soll und soviel Platz habe ich nicht. Wahrscheinlich würde es für einmal auch reichen, weniger Pflanzen stehen zu lassen, man will ja nicht gleich züchten sondern eher vermehren – aber ich hatte erstmal keine Lust mehr. 🙂
        Umso interessierter werde ich verfolgen, wie ihr das macht!
        Liebe Grüße

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  3. Hochzeitsmangold! Was für eine geniale Idee!!!!

    Mangold müsste eigentlich auch auf dem Balkon klappen! Mal sehen….. 😉

    Aus F1 Hybriden Saatgut zu gewinnen was dann keimt und zum gewünschten Ergebnis führt kann schwierig werden! Die meisten Hybride liefern kein brauchbares Saatgut (sie sind genau so gezüchtet, damit die Firmen immer ihr Saatgut verkaufen können). Wir drücken ganz ganz doll die Daumen, dass es Euch gelingen wird brauchbares Saatgut selbst zu gewinnen!!!

    LG
    AnDi

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      1. Bestellt Euch sicherheitshalber, jetzt wo sie überall auftauchen, ein oder zwei Packungen die keine F1 sind. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite, falls es nicht klappt! 🙂
        Liebe Grüße
        AnDi

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  4. Hey,
    ich hab mal eine Frage, die mich fast zum verzweifeln bringt: Kennt ihr eine Anzuchterde in Bio-Qualität aber OHNE TORF??? Ich habe noch nirgends eine gefunden, aber Öko und Torf passt für mich einfach nicht zusammen.
    Viele Grüße,
    Cecilia

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    1. Ohje, da fragst du was… Wir haben da bisher nicht wirklich was gefunden. Uns ist es aber wichtiger, auf Torf zu verzichten und deshalb haben wir in diesem Jahr so Kokos-Aufquell-Erde. Aber nicht in Bio-Qualität 😦 Im letzten Jahr hatten wir die Anzucht- und Kräutererde von Rewe. Auch nicht so doll, aber immerhin nicht von Trauermücken befallen XD
      Wenn du etwas findest, lass es uns wissen 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Huhu,
        danke für die Info! Ich habe inzwischen so viele Blogger danach befragt und einige gute Ideen bekommen, so dass ich vielleicht jetzt selbst mal in einem Post das Ergebnis meiner „Recherche“ ausbreite.
        A propos Trauermücken: eine Plage, die bei mir nicht aus dem Erdsack sondern dem Erdreich right under the balcony kommt. Jedes Jahr das gleiche. Aber die biologische Kriegsführung mit SF-Nematoden ist schnell und zuverlässig. Leider nicht ganz billig :-\
        Ich verlinke dich mal in meinem Blog, dann finde ich dich schneller :-).
        Viele Grüße,
        Cecilia

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      2. Liebe Cecilia,
        die Trauermücken kommen bei uns regelmäßig wieder aus irgendeiner Erde und starten eine regelrechte Invasion!!! Ursprünglich übrigens aus Erdbeeren vom Aldi 😦 Im Garten haben wir dann zum Glück kein Problem mehr mit ihnen, dafür lauern dort die fiesen Kriebelmücken!!! Die sind noch schlimmer XD

        Vielen Dank fürs Verlinken 🙂

        Liebe Grüße!

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