Willkommen auf der Porree-Allee!

Bisher ist unser Porree noch gänzlich unbeachtet geblieben und in unseren Beiträgen viel zu kurz gekommen! Das tut uns sehr Leid, da gerade in diesem Jahr der Porree uns schon enorm viel Spaß bereitet hat 😀 


Aussaat am 5. März – breitwürfig in einer Plastikschale

Die Aussaat des Porrees Elefant, den wir bereits aus dem Jahr 2015 kennen und lieben, erfolgte am 5. März. Da es das Restsaatgut vom Vorjahr war, säte Micha vorsichtshalber alles davon in eine große Plastikschale. Nicht einmal eine Woche später, ahnten wir bereits, welches Unheil wir da angerichtet hatten – denn nahezu alle Samenkörner waren aufgegangen! Das waren geschätzte 1000 Stück, wirklich!!! Und dabei hatten wir doch nur ein halbes Beet für den Porree eingeplant, neben Winterheckenzwiebel Freddy und dem Knollensellerie Balder (was übrigens eine super Kombination zu Porree sein soll!). Nunja, erstmal haben wir die Flut ignoriert und uns um anderes gekümmert 🙂

Aber es wurde nicht weniger, wie auch… Ende März keimte weiterhin alles wie wild und machte auch keine anstalten, einzugehen oder so! Der Porree gedieh prächtig, und machte uns schon ein ganz schlechtes Gewissen. Denn von so vielen Keimlingen konnten auf gar keinen Fall alle aufs Beet, mindestens dreiviertel davon würden wir wegschmeißen müssen 😦 Aaaah, was machen wir nur mit so viel Porree? 

Auspflanzen am 31. März bei Regen und Kälte – Eröffnung der Porree-Allee

Am 31. März haben wir die grüne Hundertschaft dann ins Beet gesetzt! Und es war wirklich eine Hundertschaft, wenn auch zufällig 🙂 Denn genau 48 Mini-Porrees landeten in dem dafür vorgesehenen Beet, neben den Freddys.

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Im Vordergrund wächst Freddy in voller Pracht, dazwischen kommst später der Sellerie. Hinten sieht man diese schmalen Wälle, in deren Lücken die Mini-Elefanten wachsen 🙂 9. April 2016
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Freddy im Sonnenuntergang, links daneben die Porree-Gruben! 14. April 2016

Auf Unserem „Zusatzbeet“ (dem kleinen Streifen Erde, der noch hinter dem Steinweg am oberen Ende unserer Fläche liegt), pflanzten wir weitere 52. Da stehen sie also schön, in Reih und Glied, was uns dazu brachte, diesem Weg den Namen Porreeallee zu geben 🙂

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Die sagenumwobene Porreeallee! Leider ist der Porree so klein, dass man keinen erkennen kann 😀 Aber Hauptsache, das Schild steht 😉 Ebenfalls 9. April 2016

Ein bisschen komisch kamen wir uns schon vor, wie wir so bei Regen und Kälte ganz nass auf dem Boden rumkrabbelten und hunderte Porrees in die Erde steckten! Und es waren ja bei weitem nicht alle!! Eine Zeit lang haben wir die restlichen noch behalten und teils entstehende Lücken wieder aufgefüllt, aber letztendlich mussten wir doch wirklich viele wegschmeißen 😦 Auf dass sie im Kompost zu neuer Biomasse umgewandelt werden und so ihren Geschwistern als Dünger dienen 🙂 

Die Porrees im Beet und auch auf der Porreeallee entwickelten sich jedenfalls ohne weitere Pflege prächtig, auch wenn wir auf dem Beet doch einige nachpflanzten, um nichts dem Zufall zu überlassen! Wir hatten ja auch noch genügend Vorrat 😀 

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Porree Elefant im Porree-Sellerie-Beet, 26. Mai 2016

Die kleinen Winzlinge hätten es aber auch geschafft, wie uns der Erfolg auf der Porreeallee verrät, wo wir keine einzige Pflanze nachgesetzt haben! Wobei wir dazu sagen müssen, dass es eigentlich nur eine halbe Allee geworden ist, da wir ja auf der gegenüberliegenden Wegseite keinen Porree mehr gepflanzt haben! 

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Die Porreeallee! Links eine ganze Reihe Porree Elefant, der sehr zuverlässig gewachsen ist! Rechts vom Weg ist vorne das Tomaten- und dahinter das MILPA-Beet, 3. Juli 2016

 

Mittlerweile ist der Porree nochmal ein Stückchen größer geworden, aber mit dem ganzen Regen draußen komme ich nicht dazu, aktuelle Fotos zu machen 🙂 Und das, obwohl wir jetzt direkt am Garten wohnen 🙂 Aber es kommt bestimmt bald schon der nächste Bericht, nämlich über die Ernte der Porree-Hundertschaft! O_o Da bin ich gespannt 😀 Was machen wir nur mit so viel Porree? Hat da jemand Ideen? Wir können ja nicht hundert Porreestangen einfrieren und erst recht nicht alle essen… 😀 

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14 Gedanken zu “Willkommen auf der Porree-Allee!

  1. Ich hatte dieses Jahr auch viel Glück mit dem Porree (ebenfalls Elefant), noch dazu ist er das einzige Zwiebelgewächs (naja, neben dem Schnittlauch in der Kräuterserpentine), das die Wühlmäuse übrig gelassen haben. Ein Lob dem Lauch!

    Zur Verwendung: Wenn ihr ihn nicht all‘ selber nutzen könnt und ihn nicht unbedingt zu Geld machen wollt, könnt ihr vielleicht bei der Tafel (wenn es bei euch im Ort eine gibt) nachfragen, ob sie dort an einer Porree-Spende interessiert sind. In diesen Dimensionen lohnt sich das ja auf jeden Fall.
    Ein paar Stangen könnt ihr auch einfach stehen und im nächsten Jahr blühen lassen, dann erübrigt sich der Saatgut-Neukauf. Wenn man ihn kappt, sobald er schießt, bildet er außerdem meist kleine Nebenzwiebeln – dann kann man ihn auch im zweiten Jahr beernten. Mein „Elefant“ hat unsere Winter bislang problemlos überstanden.

    Liebe Grüße,
    Christiane

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    1. Blühen lassen ist eine tolle Idee – nach diesem Jahr ist unser Saatgut dann ja auch komplett aufgebraucht 🙂 Bleiben noch 98 Pflanzen 😀

      Eine Tafel gibt es tatsächlich bei uns direkt nebenan, vielleicht werden wir da mal fragen! Und wir testen mal, wie lange er es im Beet so aushält 😀

      Liebe Grüße!

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      1. Lasst ruhig ein paar mehr Pflanzen blühen – erstens blüht Porree in wunderschönen großen Pompoms, und zweitens ist ein größerer Genpool nie verkehrt. Pro Specie Rara empfiehlt 10 – 15 schöne Lauchpflanzen, auch wenn es mit weniger natürlich auch geht. Aber ihr habt ja genug Pflanzen, um 10 stehen zu lassen. 🙂

        Wie gesagt, bei uns hält er es problemlos über Winter aus, so dass man wirklich ganz entspannt nach und nach ernten kann – wenn die Tafel kein Interesse hat. Schwarzwurzel-Lauchsalat mit karamellisierten Äpfeln ist auch was Feines…
        Weiterhin viel Spaß mit euren Elefanten!

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      2. Oh, na dann lassen wir doch 10-15 Stück blühen! Wir haben ja genug 😀

        Uns kam im letzten Herbst bei den späten Porrees die Minierfliege in die Quere, die uns fast die gesamte späte Lauchernte zunichte gemacht hat 😦 Das würde ich deshalb ungerne probieren, vielleicht mit ein, zwei Pflanzen! Der Rest kommt dann wohl eher in die Truhe 😀 Und wird natürlich an Freunde und Familie verteilt 😀

        Liebe Grüße!

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    1. Waaaahnsinn, der Kuchen sieht so gut aus 😀 😀 😀 Ich habe nur Feta gelesen und war schon hin und weg, und nachdem ich die Bilder gesehen habe noch mehr 😀 Trifft sich ja super, dass wir auch massig Zucchini und Knoblauch im Garten haben 😀
      Vielen Dank für das Rezept, habt ihr das schonmal probiert??

      Brühe ist auch eine gute Idee, die wollten wir ohnehin immer schonmal selber machen!!

      Vielen Dank für die tollen Ideen und liebe Grüße!

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      1. Wir haben den Kuchen noch nicht ausprobiert, steht aber bei uns auch auf der To-Do-Liste….
        Schön, dass wir Dir mit den beiden Ideen eine Freude machen konnten! 🙂
        Liebe Grüße
        AnDi

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