Steckzwiebeln: Ein voller Misserfolg!

Nachdem ich mir durch eine aufwändige Planung (Link zum Beitrag) eine gute Zwiebel-Ernte sichern wollte, muss ich leider gestehen, dass es mit den Steckzwiebeln schon mal nicht geklappt hat. 

Nachdem der Boden nun seit etwa 5 Wochen durchgehend nass und matschig ist, so haben etwa 80 % der im letzten Herbst gesteckten Steckzwiebeln ihr grünes Laub verloren, sodass bei den meisten nur noch ein 0,5 – 2,5 cm langer brauner Stiel aus der Erde guckt… und die Zwiebeln sitzen im Matsch 😦 .

Und da ich Angst habe, dass nun sämtliche Zwiebeln ohne Grün in der Erde verfaulen, habe ich diese mal nun „geerntet“ (tut mir schon fast weh, dieses Wort dafür zu benutzen!). Es waren bei insgesamt 8 Meter weiße Zwiebeln mehr als jede zweite Zwiebel und bei 4 Metern rote Zwiebeln etwa jede zweite Zwiebel ohne Laub. Und hier das Ergebnis 😦

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links: etwa 4 laufende Meter Steckzwiebeln in Weiß & rechts: etwa 2,50 laufende Meter Steckzwiebeln in Rot…. echt traurig 😦

So, nun mal eine „kleine Fehleranalyse“! Was könnte ich falsch gemacht haben? DENN: die Zwiebel, die ihr in der Mitte des Bildes seht, ist auch aus unserem Garten, jedoch von Besitzer des Grundstücks auf seinem Teil des Gartens gesteckt worden: zur gleichen Zeit und sogar aus der gleichen Packung Steckzwiebeln (wir haben uns im Herbst eine Packung geteilt)! Laut eigener Aussage hat er keinen Dünger benutzt. Und ich habe meines Erachtens nach die Zwiebeln genauso „tief“ (oder halt „hoch“) gesteckt wie er es getan hat! Wie kann das sein? Unser Vermieter weiß sich da auch nicht zu helfen.

Der einzige Unterschied, der mir einfällt, ist die Anzahl der Sonnenstunden am Tag, da das Zwiebelbeet des Vermieters schon im Vormittag Sonne bekommt und unser Beet erst im Mittag. Kann das der Unterschied sein? Im vergangenen Jahr war es übrigens genau das Gleiche mit den mickrigen Steckzwiebeln und da hatten wir auch schon im Vormittag Sonne! 

Während nun der Vermieter dutzende faustgroße Steckzwiebeln ernten kann, hoffe ich darauf, dass die im Beet verbliebenen Zwiebeln mit Laub nun die Größe einer Walnuss noch überwinden (okay, ein zwei größere Exemplare sind schon dabei 😀 ) und ich zumindest noch ein paar Zwiebeln für den Winter aufbewahren kann. 

Die gesäten Gemüsezwiebeln wachsen übrigens prächtig und scheinen kein Problem mit dem nassen Boden zu haben. Sie sind zwar noch klein, aber sehen richtig gut aus! Meine Hoffnung auf Flammkuchen ist nun vielleicht doch noch nicht ganz vergebens!

Was sagt ihr? Habe ich einen essentiellen Fehler gemacht? Habt ihr einen Tipp oder Ratschläge? Lasst mich bitte teilhaben! 

 

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10 Gedanken zu “Steckzwiebeln: Ein voller Misserfolg!

  1. Das kann tatsächlich die fehlende Sonne sein. Aber die Bodenqualität würde ich auch nicht als Ursache ausschließen. Bei uns sind teilweise mit wenigen Metern Abstand vollkommen unterschiedliche Böden. Für Zwiebel sind zu lehmige Böden Gift. Wenn noch Staunässe oder Konkurrenz durch Beikräuter dazu kommt, dann wird es nix.
    Allium-Grüße aus dem Garten 🙂

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  2. Auf unserem Acker im letzten Jahr hatten wir auch einen sehr lehmigen Boden (er scheint uns zu verfolgen). Und da wurden die Steckzwiebeln auch nur ziemlich mickrig. Irgendwann war deren Laub auch wie du es beschreibst und wir haben sie „geerntet“.

    LG
    Jacqueline

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  3. Seit ich soetwas miterlebe, ob jetzt bei Euch digital oder hier im Garten live, bin ich von so einem ganzen Netz Zwiebeln im Supermarkt beeindruckt. Die Zwiebeln geben Euch (und Dank Eures Blogs uns) die Gelegenheit dankbar zu sein. Ist doch auch nicht schlecht : ) Vor allem, wenn dann doch noch ein Flammkuchenbelag herausspringt.

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  4. Ich würde auch auf den Boden tippen. Entweder, weil er in seiner Beschaffenheit den Zwiebeln nicht so zusagt oder weil noch irgendwas im Boden war, das den Zwiebeln geschadet hat. Ich habe auch einen sehr lehmigen Boden und mit Zwiebeln so meine liebe Not (nur dem Porree geht’s gut). Gerade auf ehemaligen Wiesen kann der Boden sehr „gemischt“ sein.
    Oder ausgerechnet bei euch waren Schädlinge im Boden. Sind denn irgendwelche Fraß- oder Fäulnisspuren in den Zwiebeln/ im restlichen Laub zu erkennen, oder sind die Zwiebeln abgesehen von der Größe tadellos?

    Möglich wäre auch, dass bei euch die „Nachbarschaft“ ungünstig war (neben anderen Zwiebelgewächsen vertragen Zwiebeln sich nicht gut mit Hülsenfrüchten oder Kohl).

    Natürlich können auch wie immer mehrere Faktoren zusammenwirken…

    Wenn die „geernteten“ Zwiebeln ansonsten gesund sind, könnt ihr sie nach einer kurzen Trockenphase ja vielleicht an anderer Stelle – in leichterem Boden – noch einmal einsetzen? Entweder gehen sie dann in Blüte oder sie werden tatsächlich noch größer, der Sommer ist ja noch jung…
    Oder ihr erklärt sie zu Feinschmeckerzwiebeln, klein aber aromatisch. 😉

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  5. Das kommt mir ein bisschen bekannt vor. Ich habe genau das gleiche Problem. Die Zwiebeln sind allesamt gefault, der Knoblauch daneben sieht aber noch relativ gut aus… Ich hatte auch einen eher halbschattigen Platz gewählt und durch den dauernden Regen war der Boden, der eigentlich durchlässig war, irgendwann so gesättigt, dass das Laub gelb wurde. Eine Rettung von wenigstens kleinen Zwiebeln war bei mir nicht mal mehr möglich – sie waren völlig matschig. Im Herbst werde ich Wintersteckzwiebeln in Vollsonne und auf einen noch durchlässigeren Boden pflanzen und nochmal testen.

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  6. Huhu, ich habe dieses Jahr das erste mal mit Steckzwiebeln gearbeitet und habe auch einen sehr schlechten Boden. Welcher sehr lehmig ist und seit 3 Jahren nicht bewirtschaftet wurde. Die Steckzwiebeln hatte ich im Frühjahr gesteckt, da der Boden wie zur Zeit auch, da aber noch vom Winter, sehr feucht war. Bisher halten sich die Zwiebeln aber recht gut. Anfangs hatte ich auch das Gefühl, dass die Zwiebeln am vielen Regen voll ersticken. Da mein Zwiebelbeet aber den ganzen Tag in der Sonne liegt, hat sich das wieder normalisiert. Anfangs musste ich sogar noch gießen, was ich jetzt aber eingestellt habe. Einige Zwiebeln die man so zu Hause liegen hat habe ich auch mit in das Beet gesetzt um Samen zu ziehen. 1 von den 5 Pflanzen hat den Boden/Feuchte nicht überstanden und ist wie bei Dir weggefault.
    Allerdings liegen diese auch etwas schattiger…

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  7. Ich tippe auch auf den Mangel an Sonne und zu viel Regen in diesem Jahr. Ich setze immer Stuttgarter Riesen und in allen Jahren hatte ich auch immer Riesen Zwiebeln, in diesem Jahr mickeln sie vor sich hin und ich muss auch zusehen das ich sie aus der Erde bekomme, Gruß von der verregneten Ostsee 🙂

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      1. Mhh, das kann ich Dir gar nicht so recht sagen. In den letzten Jahren haben wir aber immer reiche Ernten gehabt. Nach der Ernte bekommt er bis zur nächsten Ernte Gründünger und ich dünge ausschließlich mit Kaffeesatz. Ich denke mal das der Knackpunkt in diesem Jahr einfach das Wetter ist, im März und April Hitze und danach bis jetzt fast nur Regen, kühl und kaum Sonnenschein, liebe Grüße Regina

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